Ermittlungen in Rheinland-Pfalz Schwarzfahrer schlägt Schaffner zusammen: "Ärzte kämpfen um sein Leben"

Die Tat ereignete sich in einem Regionalexpress der Deutschen Bahn (Symbolbild)
Die Tat ereignete sich in einem Regionalexpress der Deutschen Bahn (Symbolbild)
© Robert Michael / DPA
Er wollte seine Arbeit machen und wurde Opfer einer brutalen Attacke: Ein Zugbegleiter der Deutschen Bahn kämpft nach einem Angriff um sein Leben

In Rheinland-Pfalz soll ein Fahrgast den Schaffner eines Regionalzugs derart zusammengeschlagen haben, dass der 36-jährige Bahnmitarbeiter reanimiert werden musste.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Westpfalz hatte der Zugbegleiter am Montagabend im Regionalexpress zwischen Landstuhl und Homburg die Fahrausweise kontrolliert. Der mutmaßliche Täter soll ohne Ticket unterwegs gewesen sein.

"Als der Mann deswegen des Zuges verwiesen werden sollte, griff er den Bediensteten unvermittelt an", so die Polizei. Dadurch sei der Schaffner lebensbedrohlich verletzt worden.

Bahnchefin nach Angriff: "Ärzte kämpfen um sein Leben"

Andere Fahrgäste des Regionalzugs – darunter soll auch ein Bundeswehrsoldat gewesen sein – haben den Angaben zufolge Erste Hilfe geleistet, ehe das Opfer ins Krankenhaus gebracht wurde. "Die Ärzte kämpfen um sein Leben", teilte Bahnchefin Evelyn Palla am Dienstagnachmittag mit.

Der mutmaßliche Angreifer wurde von Polizeibeamten festgenommen. Er sollte im Tagesverlauf vor den Haftrichter kommen. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.

Palla verurteilte den Angriff auf den Bahnangestellten scharf. "Die Übergriffe auf unsere Mitarbeitenden nehmen, genauso wie auf Angehörige von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, leider seit Jahren zu", erklärte die Bahnchefin. Sie sei "entsetzt und empört". "Jede Form von Gewalt in unserer Gesellschaft ist völlig inakzeptabel. Wir müssen und werden zusammen mit Arbeitnehmervertretern und Partnern zum Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen noch mehr tun." Ihre Gedanken seien bei der Familie des Kundenbetreuers, seinen Freunden sowie seinen Kolleginnen und Kollegen.

Quellen: Polizeipräsidium Westpfalz, Evelyn Palla, Nachrichtenagentur DPA

wue

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