In Leipzig gibt jeder Fünfte rund 42 Prozent seines Einkommens für die Miete aus. Im Durchschnitt beträgt der Kostenanteil der Miete am Einkommen 29 Prozent, wie aus der kommunalen Bürgerumfrage "Leben in Leipzig 2025" der Stadt hervorgeht. Das einkommensstärkste Fünftel der Leipziger und Leipzigerinnen zahlt demnach rund 19 Prozent für die Miete. Mit 12 Prozent der Haushalte lebten vergleichsweise wenige Menschen in der Messestadt in Eigentumswohnungen oder im eigenen Haus, heißt es weiter.
In Leipzig und Dresden gilt der Mietmarkt als angespannt. Die sächsische Landesregierung hatte die Mietpreisbremse für die beiden Großstädte im Dezember vergangenen Jahres bis Mitte 2027 verlängert. Sie sieht vor, dass die Miete zu Beginn eines Mietverhältnisses die ortsübliche Vergleichsmiete höchstens um zehn Prozent übersteigen darf. Zugleich soll die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum gefördert werden.
Laut einer im Januar vorgestellten Studie des Pestel-Instituts im Auftrag des Verbändebündnisses "Soziales Wohnen" fehlen in Sachsen in den kommenden Jahren zehntausende Sozialwohnungen. Die Studienautoren errechneten einen Bedarf von rund 120.000 Sozialwohnungen in den kommenden neun Jahren, um den von den Autoren definierten Mindeststandard von 8,5 Prozent aller Mieterhaushalte zu erreichen.