Moderner Tanz
Dresden lädt zur Tanzplattform Deutschland

Das Festspielhaus Hellerau ist ein Schauplatz der Tanzplattform Deutschland 2026. (Archivbild) Foto: Robert Michael/dpa
Das Festspielhaus Hellerau ist ein Schauplatz der Tanzplattform Deutschland 2026. (Archivbild) Foto
© Robert Michael/dpa
Das Festival Tanzplattform Deutschland stellt alle zwei Jahre aktuelle Entwicklungen im zeitgenössischen Tanz vor. Es geht um tänzerische Spitze ohne Tanz auf der Spitze.

Dresden wird in der kommenden Woche zur wichtigsten Bühne für den modernen Tanz in Deutschland. Zur Tanzplattform Deutschland hat eine Jury etwa 550 Produktionen unter die Lupe genommen und 13 davon ausgewählt. Das Festival gibt seit 1994 alle zwei Jahre einen Überblick zu Entwicklungen und Strömungen im zeitgenössischen Tanz und findet dazu in wechselnden Städten statt. Dresden war zuletzt 2012 Austragungsort. Das sächsische Kulturministerium fördert die Plattform mit insgesamt 209.000 Euro.

"Wir sind stolz, dass dieses bedeutendste Forum für den zeitgenössischen Tanz nach 14 Jahren erneut in der 'Tanzstadt Dresden' ausgetragen wird und unterstützen gern das Festival als klares Bekenntnis zu dieser besonderen Kunstform", betonte Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). Der Moderne Tanz sei immaterielles Kulturerbe und in Deutschland untrennbar mit Sachsen verbunden. Sie erinnerte an Namen wie Emile Jaques-Dalcroze, Mary Wigman und Gret Palucca.

Tanzszene in Bewegung

"In den vergangenen zwei Jahren haben wir erlebt, wie sich die Tanzszene durch herausfordernde und tiefgreifende Veränderungen bewegt hat. Wir haben gesehen, wie auch der Tanz und Tanzräume von den Krisen dieser Welt betroffen sind und Bühnen in dunkle Stimmungen getaucht wurden", hatte die Jury bereits bei der Ankündigung zu dem Festival im November 2025 mitgeteilt.

"In einer Zeit, in der Diskursräume zunehmend enger werden und Worte vielfach spalten statt verbinden, ist es umso wichtiger, dass Tanz als universale Sprache Menschen in Fühlung miteinander bringt und die Korridore des Erkundbaren weit und offen hält", zitierte das Festival Wolfram Weimer, den Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien, der das Festival fördert.

Mehrere Schauplätze beim Gastgeber Dresden

Das Festival wird von Mittwoch bis Sonntag vom Europäischen Zentrum der Künste im Festspielhaus Hellerau ausgerichtet. Weitere Schauplätze sind das Staatsschauspiel Dresden, die Staatsoperette, das Theater Junge Generation, das Societaetstheater und die Villa Wigman. Ein Begleitprogramm (Plattform Plus) ergänzt das Festival, das in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen aus ganz Deutschland umgesetzt wird.

dpa