Bistum

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Bischof Andrzej Jez

Erstmals Bischof in Polen wegen Vertuschung von Kindesmissbrauch vor Gericht

In Polen steht seit Mittwoch erstmals ein Bischof wegen der mutmaßlichen Vertuschung von dutzendfachem Kindesmissbrauch in seiner Bistum vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Bischof der südpolnischen Stadt Tarnów vor, von zwei Fällen gewusst zu haben, in denen Priester minderjährige Messdiener missbrauchten. Bischof Andrzej Jez drohen bis zu drei Jahre Haft. Es ist das erste Mal, dass ein hochrangiges Mitglied der katholischen Kirche in Polen wegen der Vertuschung von Missbrauch angeklagt wurde.
Kreuz auf Kirche

Eichstätter Bischof Hanke zurückgetreten

Der katholische Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, ist am Pfingstsonntag auf eigenen Wunsch von seinem Amt zurückgetreten. Wie das Bistum mitteilte, hatte noch der damalige Papst Franziskus sein Rücktrittsgesuch kurz vor Ostern ohne Terminfestlegung angenommen. Nun sei der Rücktritt durch den aktuellen Papst Leo XIV. bestätigt worden.
Justitia

Gericht: Bistum Essen muss keine 300.000 Euro an Missbrauchsopfer zahlen

In einem Zivilprozess um kirchlichen Missbrauch hat das Landgericht Essen die Forderung eines Missbrauchsopfers nach 300.000 Euro Schmerzensgeld abgelehnt. Das Gericht wies die Forderung des Klägers gegen das Bistum Essen am Freitag zurück, da das Bistum bereits 45.000 Euro Entschädigung gezahlt hatte, wie das Gericht in der nordrhein-westfälischen Stadt am Freitag mitteilte. Der Kläger war 1979 von einem Kaplan sexuell missbraucht worden.