Sie sollten helfen, Katzen von einem Gehöft in Südthüringen zu retten und machten dabei alarmierende Entdeckungen: Durch Zufall haben Polizisten im Römhilder Ortsteil Mendhausen (Landkreis Hildburghausen) Munition und Waffenteile sowie verschiedene Chemikalien gefunden, wie die Polizei mitteilte.
Die Polizisten unterstützten das Veterinäramt am Mittwoch dabei, mehr als 40 Katzen auf einem Hof mit mehreren Gebäuden sicherzustellen. Gegen den 82-jährigen Bewohner des Gehöfts lag ein Tierhaltungsverbot vor, erklärte die Sprecherin des Landratsamt Hildburghausen, Elisa Katzy.
Amtshilfe führt zu Großeinsatz
Um die Tiere einzufangen, seien die Polizisten auch in Gebäuden auf dem Gehöft unterwegs gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Dabei seien den Beamten die teils offen herumliegenden fragwürdigen Gegenstände aufgefallen. Bei den in der Folge beantragten Durchsuchungen und Sicherstellungen beteiligten sich das Landeskriminalamt, weitere Polizisten und die Feuerwehr. Wegen der umfangreichen Funde war der Einsatz auch am frühen Nachmittag noch nicht beendet.
Es müsse untersucht werden, um welche Chemikalien es sich handelt und inwieweit diese gefährlich seien, so die Polizeisprecherin. Zudem müsse auch geklärt werden, für welche Waffenteile und Munition der Bewohner erlaubnispflichtig seien.
Ermittlungen gegen Rentner
Gegen den 82-Jährigen werde nun ermittelt, weil er im Verdacht steht, gegen das Waffengesetz, das Sprengstoffgesetz und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben.
Bereits im vergangenen Jahr seien auf dem Hof rund 80 Katzen sichergestellt worden, sagte Katzy. Schon damals seien Tiere in einem solchen Zustand gewesen, dass das Veterinäramt ein Eingreifen für erforderlich gehalten habe. Inzwischen hätten verschiedene Tierheime alle am Mittwoch sichergestellten Katzen aufgenommen, so Katzy.