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USA Erster positiv auf Covid-19 getesteter Hund ist gestorben

Erster auf Corona-Infektion getesteter Hund in den USA verstorben
Wie erst jetzt bekannt wurde, erlag Buddy, ein Deutscher Schäferhund (Symbolfoto), bereits am 11. Juli seinen zahlreichen Erkrankungen
© Joseph Gruber / iStockphoto / Getty Images
Der siebenjährige Deutsche Schäferhund Buddy ist tot. Er war der erste Hund, bei dem eine Corona-Infektion nachgewiesen werden konnte. Die genauen medizinischen Ursachen für seinen Tod sind jedoch unklar.

Buddy, ein sieben Jahre alter Deutsche Schäferhund, der in Staten Island, einem Stadtteil von New York City, zu Hause war, ist gestorben. Er war der erste Hund, der in den USA positiv auf Covid-19 getestet wurde. Wie erst jetzt bekannt wurde, erlag das Tier bereits am 11. Juli seinen zahlreichen Erkrankungen.

Seit Mitte April war er von Atembeschwerden geplagt, wie der "National Geographic" meldet, der zuerst über Buddys Tod berichtet hatte. Dem Bericht zufolge zeigte der Hund schon kurz nachdem sein Herrchen Robert Mahoney positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden war, ebenfalls erste Symptome einer Corona-Infektion.

Zusammenhang mit Corona-Infektion zunächst bezweifelt

Zunächst bildete sich dicker Schleim um Buddys Nasenbereich und das Atmen fiel ihm merklich schwerer. In den Folgemonaten verlor er durch Appetitlosigkeit merklich an Gewicht, wurde zusehends lethargischer und musste von Mahoney schließlich zu einem Tierarzt gebracht werden. Dort wurde er zwar medizinisch versorgt – unter anderem wurden Antibiotika verschrieben –, ein Zusammenhang mit der Covid-19-Infektion seines Besitzers wurde jedoch bezweifelt. Und zwar von insgesamt drei verschiedenen Tierärzten, die Mahoney zusammen mit Buddy konsultierte.

Ein Test bei dem Vierbeiner am 15. Mai in einer Tierklinik bestätigte dann aber die Befürchtung Mahoneys: Buddy hat sich mit Covid-19 infiziert.

"Ich hatte niemals Zweifel, dass auch Buddy das Virus in sich trägt. Doch wenn ich anderen von dem positiven Test erzählt habe, schauten sie mich an wie ein Auto", sagte Mahoney im Gespräch mit "National Geographic". Zusätzlich zeigten die Untersuchungsergebnisse jedoch auch, dass Buddy sogenannte Lymphome in sich trug, als es mit ihm zu Ende ging. Inwiefern diese, wie auch die Corona-Infektion, für sein Ableben entscheidend waren, ist daher unklar.

Mehr Forschung gefordert

Lymphome sind in der Regel bösartige Tumoren des lymphatischen Systems, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) erklärt. Der umgangssprachliche Begriff laute Lymphdrüsenkrebs. Wörtlich bedeute das Wort Lymphom "Lymphknotenschwellung". Typische Warnzeichen für ein Lymphom seien schmerzlose Lymphknotenschwellungen. Bislang gebe es jedoch keine Untersuchung – weder für Menschen noch für Tiere –, die mit einfachen Mitteln ein Lymphom frühzeitig nachweisen könne.

Buddy war eines von etwa 25 Haustieren, die in den USA positiv auf Covid-19 getestet wurden. Unter den Getesteten waren zwölf Hunde und mindestens zehn Katzen, wie die in Großbritannien erscheinende "Metro" berichtet.

Er sei jedenfalls die Liebe ihres Lebens gewesen; seine und die seiner Frau Allison. "Jeden, der ihn kannte, erfreute er. Ich kann es noch gar nicht begreifen", wird Mahoney von "National Geographic" zitiert.

Beide wollen sich jetzt dafür einsetzen, dass mehr Forschung betrieben wird, um die genauen Zusammenhänge zwischen Corona-Infektionen und möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Haustieren zu klären. Helfen könne dabei, wenn in Zukunft mehr Tiere – so wie Buddy – auf Covid-19 getestet würden, sobald ein Verdacht der Infektion dies nahelege, meint Mahoney.

Quellen: "National Geographic", DKFZ, "Metro"

km

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