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Gereizte Haut: Schmerzhafter Rasurbrand: Das müssen Frauen beim Rasieren beachten

Durch die erhöhte Lichteinwirkung wachsen Haare im Sommer deutlich schneller. Der häufige Griff zum Rasierer reizt die Haut somit unaufhörlich. Wir verraten Ihnen die besten Tipps gegen unangenehmen Rasurbrand.

Rasurbrand bei Frauen

Nach dem Rasieren beginnt die Haut oftmals zu brennen oder zu jucken

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Wird unsere Haut permanent gereizt, reagiert sie unweigerlich darauf: Rötungen oder kleine Pickelchen sind die Folge. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch brennen und jucken. Vor allem dann, wenn die Haut an einem heißen Tag mit Salz- oder Chlorwasser in Berührung kommt. Also dann, wenn wir im Freibad oder am Meer baden gehen – was in den Sommermonaten durchaus häufiger vorkommen kann. Stellt sich die Frage, wie sich der lästige Rasurbrand gänzlich vermeiden lässt, ohne auf die tägliche Rasur an den Beinen, unter den Armen oder auch im Intimbereich bzw. der Bikinizone verzichten zu müssen? Wir verraten Ihnen die besten Tipps und Hausmittel, wie Sie Hautreizungen vermeiden und lindern können.

Wie entsteht Rasurbrand?

Viele Frauen glauben, dass sie in erster Linie durch ihre trockene oder sensible Haut zu Rasurbrand neigen. Doch das ist ein Irrglaube: In den meisten Fällen ist die falsche Rasurtechnik schuld, dass die Haut an den rasierten Stellen gerötet, geschwollen oder gereizt reagiert. Das kann sogar so weit gehen, dass sich die Haarwurzeln entzünden – in dem Fall halten die Schmerzen mehrere Tage an. Damit es jedoch erst gar nicht so weit kommt, müssen lediglich einige Punkte beachtet werden, um Rasurbrand zu vermeiden. Welche das sind, erfahren Sie im nächsten Absatz.

So beugen Sie Rasurbrand vor

1. Auch wenn es manchmal schneller gehen muss: Rasieren Sie Ihre Haut niemals trocken oder nur mit Wasser! Verwenden Sie stattdessen immer ein spezielles Rasiergel für Frauen – die zusätzliche Schutzschicht sorgt dafür, dass Ihre Haut weniger strapaziert wird. Darüber hinaus gleitet der Rasierer wesentlich leichter über die betroffenen Stellen. Alternativ dazu können Sie auch ein gewöhnliches Duschgel, Kokosöl oder sogar Ihre Haarspülung zum Rasieren verwenden. Letztgenannte macht die Härchen weicher, auch an den Beinen.

2. Die Rasierklingen sollten immer scharf und sauber sein, da vor allem sensible Haut auf verschmutze Klingen (u.a. durch abgestorbene Hautschuppen und entfernte Härchen) reagiert. Abgesehen davon können sich kleine Schnitte dadurch schnell entzünden. Umso wichtiger ist es, die Klingen richtig zu reinigen und regelmäßig auszutauschen – nur so ist eine glatte Rasur möglich. Werden die Klingen stumpf, müssen Sie mehr Druck auf die Haut ausüben. Dadurch reizen Sie die betroffenen Stellen stärker und fördern somit auch den lästigen Rasurbrand.

Unser Tipp: Verwenden Sie einen Damenrasierer, der mindestens vier Klingen besitzt.

3. Viele Frauen rasieren die kleinen Haarstoppeln entgegen der Wuchsrichtung ab, dabei wäre eine Rasur entlang der Wuchsrichtung vor allem im Intimbereich besser für ihre Haut. Denn werden die Haare nach oben gerissen, bevor sie abrasiert sind, wird die Haut noch stärker gereizt. Für Frauen – insbesondere für jene mit starkem Haarwuchs – ist es daher ratsam, die gewünschten Körperregionen anfangs mit dem Haarwuchs zu rasieren. Dadurch vermeiden Sie nicht nur Hautirritationen, sondern können eingewachsene Haare leichter mit entfernen.

Eincremen hilft gegen Rasurbrand

Wenn Sie zu trockener Haut neigen, müssen Sie diese regelmäßig eincremen

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4. Die richtige Hautpflege ist ebenfalls sehr wichtig, um Rasurbrand zu vermeiden. Insbesondere dann, wenn Sie zu trockener Haut neigen, muss diese mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden: Verwenden Sie beim Duschen ein pflegendes Duschgel (z.B. inklusive Rasierschaum), wählen Sie einen Rasierer mit Gelkissen und cremen Sie die rasierten Körperregionen nach dem Duschen mit einer Lotion ein. Durch die Rasur wird Ihrer Haut Feuchtigkeit entzogen, sodass diese schnell austrocknen und Rasurbrand begünstigen kann.

Unser Tipp: Verwenden Sie für den Intimbereich ein spezielles Pflegespray, um Rasurbrand zu vermeiden.

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5. Vor dem Rasieren kann es durchaus helfen, wenn Sie Ihre Haut einem Körperpeeling unterziehen. Dadurch entfernen Sie abgestorbene Hautschuppen und Unreinheiten, sodass der Rasierer leichter über die Haut gleiten kann und „nur noch“ die lästigen Härchen abrasieren muss. Alternativ dazu können Sie auch einen speziellen Peelinghandschuh verwenden. In beiden Fällen sollten Sie jedoch zuerst warm duschen – durch die Hitze öffnen sich die Poren, zudem werden die Haare weicher, sodass sie besser entfernt und Rasurbrand gemieden werden kann.

So behandeln Sie Rasurbrand richtig

Wenn die Haut nach dem Rasieren dennoch gerötet ist oder sich kleine Pickelchen abzeichnen, müssen Sie schnell handeln. Gehen Sie am besten wie folgt vor:

Schritt 1: Kühlen Sie die betroffenen Körperregionen – am besten mit kaltem Wasser oder einem Kühlpad, das Sie vorher in ein Geschirrhandtuch wickeln. Durch die Kälte schließen sich die Poren wieder, die sich durch die warme Dusche zuvor geöffnet haben.

Schritt 2: Trocknen Sie Ihren Körper mit einem frischen Handtuch ab, damit keine Keime oder Erreger durch die geöffneten Poren in die Haut eindringen und den Rasurbrand verschlimmern oder weitere Entzündungen hervorrufen können.

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Schritt 3: Tragen Sie einen Aftershave-Balsam auf die Haut auf, um die geröteten Stellen zu lindern. Achten Sie darauf, dass in dem Pflegeprodukt Aloe Vera oder Teebaumöl enthalten ist – beide Inhaltsstoffe haben eine beruhigende Wirkung.

Schritt 4: Bevor Sie schlafen gehen, sollten Sie die gereizte Haut mit einer alkoholfreien Lotion eincremen, um sie mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Oder aber Sie tragen eine Wund- und Heilsalbe auf die betroffenen Stellen dünn auf.

Schritt 5: Geben Sie Ihrer Haut Zeit, sich von den Strapazen zu erholen. Im Klartext bedeutet das, dass Sie sich in den nächsten 24 Stunden kein weiteres Mal rasieren dürfen. Noch besser wären zwei bis drei Tage, sofern Sie ein paar Stoppeln ignorieren können.

Hausmittel gegen Rasurbrand

Honig hilft bei Rasurbrand

Honig hat eine entzündungshemmende und beruhigende Wirkung auf die Haut

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Neben den frei verkäuflichen Pflegeprodukten, die Rasurbrand vermeiden oder lindern können sollen, gibt es auch eine Vielzahl natürlicher Hausmittel, die bei Hautreizungen helfen – und in den meisten Haushalten vorhanden sind. 

Honig

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Honig eine entzündungshemmende Wirkung hat. Wenn Sie unter Rasurbrand leiden, können Sie davon ein bisschen über die gereizte Haut streichen und 15 Minuten einziehen lassen. Anschließend wird der Honig einfach nur mit warmem Wasser vorsichtig mit einem sauberen und weichen Handtuch abgewaschen.

Kamille

Auch der Kamille wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Die darin enthaltenen Wirkstoffe Bisabolol, Apigenin und Matricin beruhigen die Haut und können den Rasurbrand lindern. Nehmen Sie hierfür am besten ein paar Teebeutel, gießen diese mit Wasser auf und lassen sie auskühlen, bevor diese für fünf Minuten auf die betroffenen Körperpartien gelegt werden.

Babypuder

Durch den Wirkstoff Zinkozid hat auch Babypuder eine entzündungshemmende Wirkung. Allerdings ist in den meisten Produkten Talkum enthalten, das krebserregend sein soll. Aus diesem Grund sollten Sie nur ein Puder ohne diesen Inhaltsstoff verwenden, um den Rasurbrand (vor allem im Intimbereich) damit schnell und effektiv zu behandeln.

Quark

Nicht nur bei Sonnenbrand, sondern auch bei Rasurbrand kann Quark Linderung verschaffen. Er versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, lindert den Juckreiz und Rötungen. Nehmen Sie hierfür einen Becher Magerquark, tragen ihn auf die gereizten Stellen auf, lassen ihn zehn bis 15 Minuten einwirken und waschen ihn mit warmem Wasser vorsichtig wieder ab.

Johanniskrautöl

Diese Pflanze hat ebenfalls eine heilende Wirkung: Nehmen Sie die Blüten und legen diese in etwas Sonnenblumenöl ein – das Öl nimmt die beruhigenden Wirkstoffe auf und kann anschließend für zehn Minuten dünn auf der gereizten Haut verteilt werden. Oder aber sie beträufeln einen Wattebausch damit und behandeln den Rasurbrand punktuell (z.B. im Intimbereich).

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