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Agnes Heller erhält Goethe-Medaille Philosophin in Hannah Arendts Fußstapfen


Zwei große geschichtliche Ereignisse prägen das Leben der ungarischen Philosophin Agnes Heller: der Terror der Nationalsozialisten und die ungarische Revolution 1956. Am Sonntag ist Heller in Weimar mit der Goethe-Medaille 2010 geehrt worden.

Das Goethe-Institut hat am Samstag die ungarische Philosophin Agnes Heller mit der Goethe-Medaille 2010 ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung werden seit 1955 Persönlichkeiten bedacht, die sich besonders um die Vermittlung der deutschen Sprache und den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben.

Agnes Heller, deren Leben von NS-Terror und der ungarischen Revolution 1956 geprägt wurde, erhielt die Auszeichnung für ihr Lebenswerk, das mehr als 40 Bücher umfasst. In ihrem Schreiben spiegele sich ihre persönliche Biografie wider. Ihr Vater sei Opfer der NS-Barbarei geworden, sie selbst sei nur knapp entkommen, heißt es in der Würdigung.

Agnes Heller studierte Philosophie und promovierte 1955. Danach arbeitete sie an der Universität Budapest sowie an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Im Jahr 1977 wanderte die Philosophin aus - nachdem sie 1973 ihre akademischen Positionen verloren hatte, wie schon einmal nach der ungarischen Revolution.

1986 wurde sie als Nachfolgerin Hannah Arendts auf dem Lehrstuhl für Philosophie der renommierten New School for Social Research in New York berufen.

jwi/DPA DPA

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