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Biografie: Sinatra soll Mafia-Millionen geschmuggelt haben

Die Gerüchte über Mafia-Kontakte Frank Sinatras reißen nicht ab. In einer neuen Biografie über den Entertainer behauptet Jerry Lewis, Sinatra sei bei einem Kuriereinsatz beinahe verhaftet worden.

Der Entertainer Frank Sinatra, der einst "die Stimme Amerikas" genannt wurde, war angeblich viel stärker mit der Mafia verbunden als bislang angenommen. Sein Kollege Jerry Lewis wird in einer neuen Sinatra-Biografie gar mit der Behauptung zitiert, Ol' Blue Eyes sei einmal beim Transport von 3,5 Millionen Dollar Bargeld für Mafia-Bosse um ein Haar vom Zoll ertappt worden.

Geld für den Mafia-Boss

Auszüge aus dem Buch "Sinatra: The Life" der Autoren Anthony Summers und Robbyn Swan, das Mitte Mai im New Yorker Verlag Alfred A. Knopf erscheint, veröffentlichte am Mittwoch das Magazin "Vanity Fair". Nach Darstellung von Lewis, der einst zum Dunstkreis des berühmt-berüchtigten "Rat Pack" mit Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis jr. und Peter Lawford gehörte, transportierte Amerikas Superstar 1946 Geld für den nach Italien deportierten Mafia-Boss Lucky Luciano.

Sinatra, der 1998 im Alter von 82 Jahren starb, geriet nach Lewis' Darstellung in eine Routinekontrolle und musste die Tasche öffnen, in der die 3,5 Millionen Dollar Schwarzgeld in 50er Scheinen versteckt waren. Zum Glück für Sinatra habe es jedoch ein großes Gedränge gegeben, so dass ein Zollbeamter den Star nach einem oberflächlichen Blick in die Tasche durchwinkte. "Ansonsten hätten wir wohl schon bald nichts mehr von ihm gehört", wird Lewis in dem Buch zitiert.

DPA / DPA
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