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Mein Leben als Mensch (Teil 113): Topbildqualität

Wenn man mit der Familie zum Grillabend bei kinderlosen Freunden eingeladen ist, kann das Tischgespräch den eigenen Nachwuchs schon mal überfordern. Die Konsequenz: gähnende Langeweile. Ein Film muss zur Ablenkung her. Wer kann denn ahnen, dass das eine Begegnung mit den 80er Jahren sowie Verbrennungen schlimmsten Grades nach sich zieht?

Von Jan Weiler

Habe unter einem Heizpilz transzendiert. Ausgelöst wurde dieser zunächst beunruhigende Vorgang durch den enormen Temperaturunterschied zwischen meinem Hinterkopf und meinem rechten Ohr. Während die im rückwärtigen Teil meines Schädels untergebrachten Hirnregionen unter dem Einfluss der Heizpilzhitze schmolzen, Blasen warfen und vor sich hin kästen, blieb mein rechtes Ohr eiskalt, denn es befand sich auf der dem Heizpilz abgewandten Seite. Nach einer Weile entstanden so wechselwarme Gedankenströme.

Während Sara und unsere Gastgeber gegrillte Biomasse verzehrten und sich über die fachgerechte Haltung von Tomaten unterhielten, wurde ich immer stiller, verließ dann meinen Körper, drehte eine Runde über der Terrasse, sah in der Bibliothek der Shermer High School vorbei und fing etwas mit Molly Ringwald an, bevor ich wieder zurückkehrte und überrascht feststellte, dass ich erstens über 40 bin und zweitens über eine nicht sehr wärmebeständige Rübe verfüge.

Das Leben ohne DVD

Die ganze Sache fing damit an, dass sich meine Kinder an diesem Abend langweilten. Nachdem sie ihre Würstchen gegessen hatten, quengelten sie, weil sie sich nicht für Gespräche über Tomaten begeistern können, eine Haltung, die ich durchaus teile. Da wir hervorragende Eltern sind, schlugen wir ihnen vor, irgendeine DVD anzusehen. Der gastgebende Freund hatte aber keinen DVD-Player, nur einen sehr alten Videorekorder, der ihm genügte, denn er hat keine Kinder. "Was ist denn ein Videorekorder?", fragte Carla angeekelt.

Ich erklärte ihr, dass es sogar einmal drei Systeme gegeben und dass sich letztlich VHS durchgesetzt habe und dass es noch gar nicht so lange her sei, aber das war ihr egal. Meine Tochter hält die 80er Jahre nicht für ein Jahrzehnt, sondern für ein Absurditäten- Aufbewahrungssystem. Und alles, was da drin ist, hat irgendwie mit ihrem Vater zu tun. Ob es in diesem komischen Videorekorder auch Filme von Pixar gebe. Nein, Pixar gibt es nicht auf Video. "Fluch der Karibik" auch nicht. Carla und Nick wurden nervös.

"High School Musical" ohne Singen und Tanzen

Mein Freund besaß Hunderte von Videokassetten, aber das meiste war nichts für Elfjährige. Schließlich zog Carla ein Band aus dem Regal, auf dem stand: "Breakfast Club". Der ist von 1985. Wir erklärten den Kindern, dass es um Jugendliche gehe, die nachsitzen müssten, und dass die Musik ganz gut sei, aber es würde weder gesungen noch getanzt, es sei also nicht ganz dasselbe wie "High School Musical". Carla und Nick akzeptierten murrend die Auswahl, und wir gingen wieder auf die Terrasse, wo mein Freund den Gasbrenner auf volle Leistung stellte. Eine halbe Stunde später begann dann die erwähnte Transzendenz.

Ich flog direkt in die Shermer High School, wo der "Breakfast Club" spielt. Ich setzte mich zwischen Emilo Estevez, Ally Sheedy, Anthony Michael Hall, Judd Nelson und Molly Ringwald und hörte ihnen dabei zu, wie sie über verschiedene Aspekte ihrer Adoleszenz klagten. Den Film habe ich damals recht oft gesehen. In meiner Jugend fanden nämlich häufig sogenannte Videonächte statt. Man lieh sich drei bis vier Filme aus und lud einen Haufen Freunde ein. Dann schaute man gemeinsam zunächst irgendwas Lustiges an ("Das Leben des Brian", "Frankenstein Junior"), danach etwas Spannendes ("Dirty Harry", "Rambo") und schließlich, wenn die Hälfte schon pennte, etwas Verbotenes (Zombie-Filme, "Assault - Anschlag bei Nacht").

Der Heizpilztrip durch die 80er

Manchmal eierten die Kassetten, die Musik quietschte, aber die Bildqualität erschien uns top. Auf diese Weise habe ich Hunderte von Kinofilmen angesehen, manche von ihnen bis zu 20-mal. Ich behaupte, dass sich die kulturelle Lebenserfahrung einer ganzen Generation aus derartigen Video-Erinnerungen speist. Menschen meines Alters können sich mühelos stundenlang anhand von Dialogzeilen aus irgendwelchen Filmen unterhalten. Auf meinem Heizpilztrip ging ich diese Passagen durch und wunderte mich darüber, dass sie mir einfielen.

Als wir nach Hause kamen, hatte ich Brandblasen am Kopf. Sara schmierte Salbe drauf und sagte: "Wie kann man nur so blöd sein." Ich antwortete: "Ich will 'n bisschen konstruktive Kritik hören." Das ist aus, na klar, "Blues Brothers". Weiß doch jeder.

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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.