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Buchprojekt "Nackt im Treppenhaus": Schicken Sie uns Ihre peinlichsten Geschichten!

Es gibt Geschichten, die sind einem so unangenehm, dass man am liebsten im Boden versinken würde. Der Journalist Oskar Simon sammelt solche Peinlichkeiten für sein neues Buch - und ruft die Leser auf, ihre Anekdoten einzusenden.

Nackt im Treppenhaus – Peinliche Geschichten aus dem wahren Leben

"Nackt im Treppenhaus – Peinliche Geschichten aus dem wahren Leben" erscheint im November im Ullstein-Verlag

Mein peinlichstes Erlebnis? Ich habe einer Kollegin zum Baby gratuliert. Dummerweise war sie gar nicht schwanger.
Eric S., Berlin


Haben Sie, liebe Leser, solche oder so ähnliche Geschichten auch schon erlebt? Vorfälle, die Ihnen und allen anderen anwesenden richtig peinlich waren? Dann teilen Sie uns Ihr Erlebnis mit: Unter aktion@stern.de können Sie uns berichten, auf Wunsch auch anonym.

Die besten Anekdoten veröffentlichen wir in dem Buch. "Nackt im Treppenhaus - Peinliche Geschichten aus dem wahren Leben", das im November 2016 im Ullstein-Verlag erscheinen wird (ca. 220 Seiten, 9.99 Euro). Jede veröffentlichte Episode wird mit einem Exemplar belohnt!

Falls Sie noch Inspiration brauchen, hier eine Auswahl von Anekdoten, die Oskar Simon bislang zusammengetragen hat: 

Peinliche Geschichten

In einen Hundehaufen treten ist schon peinlich genug, aber auf dem beigefarbenen Wohnzimmerteppich eines berühmten Professors eine lange kackbraune Spur zu hinterlassen, die genau bei meinem linken Schuh endete - kaum auszuhalten vor Peinlichkeit.
Oskar S., Hamburg

Meinem 14-jährigen Sohn ist nichts peinlicher, als mit seinen Eltern gesehen zu werden. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden. Neulich radelte ich die Straße entlang, als mir mein Sohn mit irgendwelchen Kumpels entgegenkam. Ich hatte die Truppe gerade freundlich grüßend passiert, als ich ihn zu seinen Freunden sagen hörte: „Das war mein Onkel.“
Herbert G., Quickborn 

Verabschiedung von einem englischen Ehepaar, das uns übers Wochenende aufgenommen hatte. Während des Mantel-Anziehens hektisches Kramen nach einer passenden Dankesformel. Was zum Teufel hieß auf Englisch noch einmal Gastfreundschaft? "Hospitality" konnte es nicht sein, schließlich ist Hospitalismus eine Verhaltensstörung. Schließlich fiel mir ein, was Gastgeber auf Englisch heißt: "host". Das musste es sein! Erleichtert wendete ich mich meinen Gastgebern zu und verabschiedete ich mich freundlich lächelnd mit den Worten: "Thank you for your hostility!"
Heidrun W., Baden

In den Monaten nach meiner Trennung war ich auf der Suche nach einem neuen Partner und einem Job. Obwohl ich wenig Lust hatte, wieder als Lehrerin zu arbeiten, vereinbarte ich in mehreren Schulen Vorstellungstermine. Nicht viel erfreulicher waren meine Erfahrungen mit der Partnersuche: Die meisten Kandidaten, die mir das Partnerschaftsportal vorschlug, entpuppten sich als frustrierte Langweiler. Mit einem verlief das Kennenlerntreffen sogar derart zäh, dass ich schließlich von meiner widerwilligen Jobsuche zu erzählen begann. Daraufhin sagte er gar nichts mehr. Was er denn beruflich so mache, fragte ich ihn aufmunternd. Er war der Rektor jener Schule, in der man mich am nächsten Morgen zum Vorstellungstermin erwartete.
Katrin R., Ravensburg 

Rückflug von einem Geschäftstermin. Während die Stewardess die Sicherheitshinweise herunterleierte, berichtete ich meinem mitfliegendem Kollegen, was ich gerade über einen neuen Mitarbeiter gehört hatte. Obwohl ich dem Mann noch nicht einmal begegnet war, kursierten in der Firma bereits die groteskesten Geschichten über ihn: Wie er unseren Chef brüskiert hatte, mit welch angeblichen Errungenschaften er prahle, und so weiter. Ich wollte gerade kolportieren, wie sich der Mann auch in der Kantine danebenbenommen hatte, als sich in der Reihe vor uns ein Passagier erhob, mit gequältem Blick umdrehte und zischte: "Offensichtlich wissen Sie es nicht, aber Sie sprechen gerade über mich."
Johannes E., München

Eine Freundin wartete in San Francisco vor einer Eisdiele, als ihr in der Warteschlange ein Mann auffiel, der wie Robert Redford aussah. Verstohlen blickte sie sich noch einmal um: Es war Robert Redford! Keine fünf Meter von ihr entfernt!! Völliger Wahnsinn. Aufgeregt gab sie ihre Eisbestellung auf, stopfte ihr Portemonnaie zurück in ihre Handtasche und stolperte Hals über Kopf aus der Eisdiele. Erst draußen fiel ihr auf, dass sie gar kein Eis in der Hand hielt. Als sie sich umdrehte, blickte Redford ihr bereits lächelnd entgegen. "Es ist da drin", bemerkte er trocken und deutete auf ihre Tasche. Julia B., Amelinghausen 

Ich war gerade in meine neue Wohnung gezogen und nach einer Kneipentour etwas angetütert eingeschlafen. Später in der Nacht tapste ich schlaftrunken aufs WC und

war schlagartig wach: Es war nicht die Klo-, sondern die Haustür, die ich gerade hinter mir zugezogen hatte! Mitten in der Nacht stand ich nackt im 5. Stock eines Mehrfamilienhauses, in dem ich noch keinen Menschen kannte.

Antje S., Bremen

Die erste Geschichte stammt von dem Buchautor selbst: Spätestens seit Oskar Simon einmal mit Hundekacke unter den Schuhsohlen zum Interview auflief, weiß er, wie schmerzhaft peinlich derartige Missgeschicke sind. Gleichzeitig weiß er aber auch, wie unterhaltsam es ist, peinliche Anekdoten weiterzuerzählen und jene Anderer erzählt zu bekommen. So gesehen führt ein direkter Weg von einem beige-braunen Wohnzimmerteppich zu "Nackt im Treppenhaus".

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