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Simmels Bücher: Viel geschmäht und oft gelesen

Die Bücher des österreichischen Erfolgsschriftstellers Johannes Mario Simmel sind in einer Gesamtauflage von mehr als 73 Millionen Exemplaren erschienen und wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Ein Überblick über die bekanntesten Werke des verstorbenen Autors.

Schriftsteller Johannes Mario Simmel ist tot. Er starb nach Angaben seines Anwalts am Neujahrstag mit 84 Jahren in einer Seniorenresidenz in der Nähe der Schweizer Stadt Zug. Berühmt wurde Simmel vor allem mit seinem Buch "Es muss nicht immer Kaviar sein". Doch der von Kritikern oft geschmähte Autor hat noch wesentlich mehr geschrieben:

"Mich wundert, dass ich so fröhlich bin" (1949): Der Debütroman basiert auf einer wahren Begebenheit im Zweiten Weltkrieg und begründet Simmels Ruf als Autor dokumentarisch untermauerter Romane.

"Es muss nicht immer Kaviar sein" (1959): Die Erlebnisse eines Geheimagenten wider Willen im Zweiten Weltkrieg. Der Weltbestseller erschien zuerst als Fortsetzungsroman in 66 Teilen in einer Illustrierten.

"Liebe ist nur ein Wort" (1963): Der Roman beschreibt das menschlich schäbige Verhalten von Personen aus der Oberschicht.

"Und Jimmy ging zum Regenbogen" (1970): Das Buch über skrupellose Geheimagenten thematisiert den Handel mit biologischen Massenvernichtungswaffen.

"Der Stoff, aus dem die Träume sind" (1971): Der frühere Zeitschriftenautor und Journalist Simmel setzt sich hier kritisch mit der Scheinwelt der Skandalpresse auseinander.

"Doch mit den Clowns kamen die Tränen" (1987): Das Buch beschreibt die Gefahren der Genmanipulation.

"Im Frühling singt zum letzten Mal die Lerche" (1990): In dem Roman über die globale Umweltzerstörung bezweifelt der Autor, dass die Klimakatastrophe noch zu stoppen ist.

"Träum den unmöglichen Traum" (1996): Ein autobiografischer Roman über das Thema Alter. Am Schluss wird der lebensmüde Held von einem Neonazi ermordet.

"Die Bienen sind verrückt geworden. Reden und Aufsätze über unsere wahnsinnige Welt" (2001): Die "aus Hass auf die Nazis" verfassten Texte stellte Simmel auf einer Lese-Reise vor, zum Teil begleitet von Neonazi-Protesten.

DPA / DPA