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Streaming Netflix-Film "Buba": Wie er die Fangemeinde spaltet

Szene aus dem neuen Netflix-Film "Buba"
"Buba" ist neu auf Netflix. In der Hauptrolle zu sehen: Bjarne Mädel
© Niren Mahajan / Netflix
"Buba" ist ein Spin-off der Netflix-Erfolgsserie "How to sell drugs online (fast)". Und soll auch an deren Erfolg anknüpfen. Doch zumindest einige Fans äußern sich unzufrieden.

Buba (gespielt von Bjarne Mädel) ist eine Figur, die Fans der deutschen Erfolgsserie "How to sell drugs online (fast)" bereits kennen. Viele Tattoos, Schnurrbart, blondierte Haare. Ein Kleinstadt-Drogendealer, der sich aus Versehen mit einer knallbunten Waffe aus dem 3D-Drucker erschießt, weil er nicht dachte, das sie wirklich echt sein könnte. Diese Szene wird auch zu Beginn des neuen Netflix-Films "Buba" gezeigt. Und schürt damit Erwartungen, die der Film – zumindest für einige Fans – nicht einlösen kann.

Auf Twitter schreibt etwa eine Userin: "Heute habe ich Buba geschaut: Nicht sehenswert". Eine andere äußert sich auch unzufrieden: "Da ich 'How to sell drugs...' geliebt habe und Bjarne Mädel immer super ist, habe ich den Film gestern direkt gesehen und war dann doch enttäuscht." Und: "Bjarne hat wirklich schon bessere Filme gemacht", heißt es auf Twitter.

Die Idee hinter dem Film ist dabei durchaus spannend: Buba, der eigentlich Jakob Otto heißt, wächst mit seinem Bruder Dante bei seiner Großmutter auf. Und die liebt Märchen. Vor allem die Versionen, in denen es immer schrecklich zu Ende geht. Als sich Buba zu einem Breakdance-Wettbewerb schleicht, während sein Bruder mit den Eltern wegfährt, kommt es zu einem prägenden Moment für den Hauptcharakter: Die Eltern sterben bei einem Unfall und Dante liegt vorerst im Koma (aus dem er wieder erwacht). Buba bekommt von seiner Großmutter eingeredet, er sei daran Schuld, weil er Spaß gehabt hat. Sein neues Mantra: Wenn Buba glücklich ist, geht es seinem Bruder schlecht.

"Buba" auf Netflix: Der Film findet nicht nur Anklang bei den Zuschauenden

Ab da führt Buba ein Schmerztagebuch, in das er alle negativen und schmerzhaften Dinge schreibt, die er auf sich nimmt. Vom Essen eines fauligen Apfels bis später zu Rippenbrüchen. All das, damit es seinem Bruder Dante gut geht. Und der nutzt das schamlos aus. 

So landen die beiden schließlich bei der Mafia und sind nicht mehr länger "nur" provinzielle Kleinkriminelle, die Ü-Ei-Figuren und Pferdesperma stehlen. Ab jetzt geht es um harte Drogen, Messerstechereien und Bandenrivalitäten. Buba nimmt immer mehr Schmerzen auf sich, damit er immer größere Glücksgefühle haben darf, denn: Er ist frisch verliebt. Doch es ist auch ein bisschen wie im Märchen: Sie ist nicht die, für die er sie hält. 

"Buba" ist anders als "How to sell drugs online (fast)" und das könnte auch der Grund sein, warum einige Fans der Hauptserie von dem Spin-off enttäuscht sind. Im Ursprungsformat ging es um die wahre Geschichte eines Schülers, der von seinem Kinderzimmer aus ein Drogenimperium aufbaute. Eine Gruppe von drei Jungs stand im Mittelpunkt; Memes, Instagram und Chats wurden als zeitgemäße Erzählmittel eingesetzt. "Buba" hingegen zeigt deutlich ältere Hauptcharaktere und ist im Retro-Look gehalten. Handys oder andere moderne Elemente kommen praktisch gar nicht darin vor. Auch wird die Märchen-Metapher stark ausgereizt, was auch nicht jeder und jedem gefallen dürfte.

Doch findet "Buba" auch online seine Fans, auf Twitter äußern sich ebenso positive Stimmen: "Bjarne Mädel ist einfach grandios darin, Loser mit unterschiedlichsten Facetten zu spielen. Und dieses Kostüm! Hammer!" Und ein anderer findet: "Der deutsche Film könnte davon mehr vertragen."


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