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"Findet Nemo": Der Kinosaal wird ab 20. November zum Aquarium

Der Kinoheld des Jahres ist ein Fisch namens Nemo: Ab 20. November werden auch in Deutschland die Kinosäle zum Aquarium, dann geht der Animationsfilm "Findet Nemo" an den Start.

Der Kinoheld des Jahres heißt Nemo, ist sechs Jahre alt und lebt in einem Korallenriff des Pazifiks vor der australischen Küste. Nemo ist nämlich ein so genannter Clown- oder Anemonenfisch, mit rot-weißem Leib und schwarzen Flossenenden - ein farbenprächtiger Anblick und die Zierde jedes Aquariums. Genau das wird Nemo zum Verhängnis: Denn ein Taucher beraubt den harmlosen kleinen Meeresbewohner seiner gewohnten Umgebung und entführt ihn in das viereckige Glasgefängnis einer Zahnarztpraxis in Sydney.

Erfolgreichster Animationsfilm

Das stürzt Nemos alleinerziehenden Vater Marlin in tiefe Verzweiflung, aber führt ihn auch auf die letzlich erfolgreiche Suche nach seinem Sohn. Dabei müssen beide viele gefährliche wie manchmal lustige Abenteuer überstehen. Welche das sind, zeigt vom 20. November an in den Kinos der bislang erfolgreichste US-Film des Jahres "Findet Nemo", der schon jetzt auch der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten ist. Es gibt keinen Zweifel, dass Nemo und all die anderen Unterwasserfiguren auch die Deutschen massenhaft vor die Leinwände locken werden. Denn dieser Film ist rundum gelungen, anrührend und wird kleine wie große Zuschauer entzücken, wie schon lange nicht mehr.

Das liegt nicht nur an der netten Geschichte, die es mit Rührseligkeiten nicht übertreibt, aber anzurühren versteht. Der Trumpf des von Andrew Stanton und Lee Unkrich in Szene gesetzten Streifens aus der Erfolgsschmiede der Pixar-Studios in Kalifornien ist die Machart: So perfekt, so fließend, so reichhaltig an Figuren war noch nie ein Animationsfilm zuvor. Die Wunderwelt der Meerestiefen ist aus manchen Tauchfilmen bekannt, aber dort können die großen wie kleinen Fische weder sprechen noch sind sie individuelle Wesen.

Leinwand leuchtet farbensatt

In "Findet Nemo" ist das ganz anders, hier lernen wir die Dame Dorie kennen vom Stamm der Paletten-Doktorfische; den Seestern Bella; den Kugelfisch Puff und auch Bruce, den Weißen Hai, und seine Freunde Hammer und Hart. Jede dieser Figuren besitzt eine eigenständige Persönlichkeit, das trifft auch auf etliche andere Meereswesen zu, die im Film an vielen verschiedenen Schauplätzen anzutreffen sind. In jeder Szene ist zu spüren, welch große Mühe und liebevolle Detailarbeit das Pixar-Team in bekannter technischer Perfektion aufgewendet hat. Die Kolorierung ist grandios, selten hat die Leinwand so farbensatt geleuchtet.

Regisseur Unkrich hat in einem Interview gesagt: "Wir betreiben keine Marktforschung, um herauszufinden, mit welchen Attraktionen wir die Kinder als nächstes begeistern könnten." Wenn dem wirklich so ist, müssen die Pixar-Leute, die schon mit "Toy Story" und "Monster AG" den Publikumsgeschmack zielsicher trafen, einen untrüglichen Instinkt haben. Denn "Findet Nemo" hat alle Zutaten, um nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zu begeistern, die Kinobesitzer nebenbei auch. Noch einmal werden die Kassen klingeln, aber das hat dieses Zauberwerk der Animationskunst auch verdient.