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Der Porno zum Film: "Avatar"-Sexfilm in 3D angekündigt

Eigentlich ist die Porno-Industrie berühmt wie berüchtigt für das wortwörtliche Vorantreiben der Technik. Video, DVD, HD oder Internet, der Porno hat es mainstreamtauglich gemacht. Diesmal war Hollywood jedoch schneller.

Porno macht neue Technik für die Massen zugänglich. Das war schon bei Video, DVD und HD so. Und kaum eine andere Branche wusste das Internet von Anfang an so gewinnbringend zu nutzen wie die Pornoindustrie. Downloads gegen Geld. Auf Abrechnungsmodalitäten hatte man sich schnell geeinigt. Der Trieb soll schließlich schnell befriedigt werden.

Nun jedoch hat das prüde Hollywood den Porno laut feiernd überholt. James Cameron und seine 3D-Märchenwelt der Na'vi in "Avatar - Aufbruch nach Pandora" hat das kollektive Unterhaltungsbewusstsein schneller und gründlicher penetriert als die Pornoindustrie die nächste Million verdienen konnte.

Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis man sich vom Schock erholte und den ersten 3D-Porno-Langfilm ankündigte: Der französische Regisseur Tom Sridix hat das kostspielige Projekt - allein die neuen Kameras haben angeblich 50.000 Euro gekostet - auf sich genommen, um den, wie er verkündet, ersten 3D-Porno in voller Länge zu drehen.

Künstlerische Freiheit für den Sex

Aber James Cameron darf seinen wirklich umfassenden Techniktriumph nicht uneingeschränkt feiern. Der US-Porno-Riese Hustler dreht derzeit einen Na'vi-Porno namens "This Ain't Avatar XXX", um den Erfolg für sich zu nutzen. Es sei der teuerste Pornofilm der Firmengeschichte, heißt es aus dem Unternehmen.

Allerdings wird es entscheidende Änderungen geben: Nicht nur die Umweltschutz-Botschaft Camerons dürfte wohl in den Hintergrund rücken. Die blauen Na'vi haben eigentlich keine herkömmlichen Geschlechtsorgane. Da wird die Hustler-Version sicherlich die künstlerische Freiheit in Anspruch nehmen.

Ob Cameron gegen die Pornografisierung vorgehen will, ist bisher nicht bekannt.

sal
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