HOME

Komödie: Verbrechen verführt

Eine frech-fröhliche Gaunerkomödie, in der zwei Frauen mit Witz und einer gehörigen Portion an Dreistigkeit der männlich dominierten Mafia Londons ein Bein stellen.

Aus England stammt diese frech-fröhliche Gaunerkomödie, in der zwei Frauen (Minnie Driver und Mary McCormack) der männlich dominierten Mafia Londons ein Bein stellen. Shannon arbeitet als beseelte Krankenschwester im Hospital, während sich Frances als erfolglose Schauspielerin in trostlosen Bühnenstücken abmüht. Ihre große Chance kommt, als sie aus Versehen ein brisantes Telefongespräch mithören. Gleich bei ihnen um die Ecke wird eine Bank ausgeraubt. Die Mädels ergreifen ihre Chance und versuchen mutig, die schweren Jungs um ihre Beute zu erleichtern. Das sehen die abgebrühten Mafiosi gar nicht gerne. Bleierne Kugeln gegen loses Mundwerk: Frech kommt weiter?

Verbrechen verführt

Verleih

Buena Vista

Ton

DD 5.1

Bild

1,85:1

FSK

ab 12 Jahren

Laufzeit

83 Minuten

Regisseur Mel Smith ("Mr. Bean") bietet kein großes Kino, dafür aber gewitzte Unterhaltung auf britischem Niveau. Es macht Spaß, dabei zuzusehen, wie die Ganoven immer wieder von den beiden kühnen Dummchen auf Pumps ausgetrickst werden. Schon bald gelingt es ihnen, mit ihren Hör-zu-Wichser-Anrufen, die ganze Mafiastruktur auszuhebeln, zahlreiche Fast-Tote zu produzieren und auch noch die Polizei auf die Fährte von zwei attraktiven Frauen zu führen: An jedem Tatort weisen Zeugen auf die beiden Freundinnen hin. Schon bald traut sich der mitgenommene Zuschauer nicht mehr, zum Bildschirm zu schauen: Zu ungeheuer sind die Verwicklungen und peinlichen Situationen, durch die beide Freundinnen taumeln. Nur ihr unverschämtes Glück sorgt dafür, dass die beiden Amateurinnen nicht mit einer Zementkugel an den Füßen bei den Fischen der Themse landen.

Schade ist nur, dass der Film mit 83 Minuten sehr kurz ist. Da entschädigen auch die Extras der Miet-DVD nicht. Es gibt ein kriminelles Making-of mit einem Blick hinter die Kulissen, ein "Action Overload" mit den heißesten Szenen des Films und zwei Audiokommentare.

Carsten Scheibe