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FERNSEHEN: »Tatort«-Kommissar Peter Sodann: »Ich liebe den Tatort«

Der Leipziger »Tatort«-Kommissar Bruno Ehrlicher geht noch lange nicht in Rente. Auch nach 10 Jahren Ermittlungen im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks denkt Schauspieler und Regisseur Peter Sodann nicht ans Aufhören

Der Leipziger »Tatort«-Kommissar Bruno Ehrlicher geht noch lange nicht in Rente. Auch nach 10 Jahren Ermittlungen im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) denkt Schauspieler und Regisseur Peter Sodann nicht ans Aufhören. »Ich liebe den «Tatort» und bin gern Ehrlicher«, sagte der 65-Jährige, der seit 20 Jahren auch die Schauspielbühne in Halle (Sachsen-Anhalt) führt, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Sodann und sein Kollege Bernd Michael Lade stehen derzeit für zwei neue »Tatort«-Folgen als Kommissare Ehrlicher und Kain in Leipzig vor der Kamera. Es geht um ein ermordetes Mädchen und den Tod eines Außenseiters. Dabei wünschte sich Sodann mal was anderes als Gewaltverbrechen. »Ich würde gern Fälle aufklären, die mehr im Regierungswesen liegen.« Momentan habe man das Gefühl, da lüge einer wie der andere. »In der Verbindung von Macht und Wirtschaft gibt es viele Untaten.«

Diese Themen seien wohl bei den Drehbuch-Autoren nicht beliebt, vermutet er. »Zwar gibt es kein Tabu, aber vielleicht sind sie noch nicht so reif«, sagte Sodann. Das Geheimnis seines Erfolgs als Kommissar sieht Sodann vor allem darin, dass er der Figur menschliche Züge gibt. »Ich benehme mich wie ein Mensch, nicht wie eine Figur.« So sei er etwa der einzige Krimi-Kommissar, der sein Auto abschließe. »Ich gehe vernünftig mit meinen Mitmenschen um, habe als Kommissar Vergangenheit und ein Leben, das ich gegen Angriffe ideologischer oder anderer Art verteidige.«