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Ferrari "Enzo": Demi Moore mag's italienisch

In ihrem neuen Abenteuer bekommen es Charlies Engel mit Demi Moore zu tun, die sich einen ganz besonderes Fahrzeug zugelegt hat: einen Ferrari "Enzo".

Charlie lebt hinter einem Lautsprecher und schickt drei ebenso hübsche wie schlagkräftige Geheimagentinnen durch die Weltgeschichte. "Guten Morgen, Engel! Seid Ihr bereit?" Was so unverbindlich beginnt, endet meist kurz vor dem Weltuntergang. Mindestens. Diesmal bekommen es Charlies Engel mit Demi Moore zu tun, die sich einen ganz besonderes Fahrzeug zugelegt hat: einen Ferrari Enzo.

Enzo auf Engel-Jagd

463 Stück dieses roten Flitzers wird es in naher Zukunft geben, ungefähr 60 davon in Deutschland. Keinen mehr. Allesamt von den treusten der treuen Ferrari-Kunden vorbestellt. Beim Blick auf die technischen Daten muss man ernsthaft am Fortbestand des himmlischen Trios zweifeln. Während die Engelchen mit nervigen Motorrädern und unspektakulären Sportwagen vorlieb nehmen müssen, steht Demi Moore ein Formel-1-Auto im Straßen-Outfit zur Verfügung. Im Heck brüllt ein Zwölfzylinder-Motor, der aus sechs Litern Hubraum 660 PS schöpft. Das reicht für eine Spitzengeschwindigkeit von über 350 Sachen. Den Sprint von 0 auf 100 bringt Enzo in 3,65 Sekunden hinter sich.

Unbequemer Dienstwagen

Pech für Demi - so richtig bequem hat sie es in ihrem Dienstwagen nicht. Bei einer Höhe von 114 Zentimetern wird die Hollywood-Schöne mehrmals mit dem Kopf gegen das Ferrari-Dach geknallt sein. Trotz der spektakulären Flügeltüren. Unwesentlich angenehmer ist es hinter dem Lenkrad. Von hautengen Hosenträger-Gurten in die knochenharte Schalensitze gepresst, dürfte es Demi Moore alias Madison Lee schwer gefallen sein, sich über so viel Power zu freuen.

Ansaugen und überholen

In kundigen Händen schlägt der Enzo alles, was eine Straßenzulassung hat. PS sind dabei nicht alles. Eine ausgeklügelte Aerodynamik hält den Wagen auf der Straße. Die hohe Schnauze, bekannt vom Formel-1-Ferrari, leitet die Luft unter das Fahrzeug, wo sie in durch mehrere Kanäle möglichst schnell zum Heck des Ferraris geleitet wird, wo sie über den so genannten "Diffusor" austritt. Unter dem Fahrzeug entsteht ein Unterdruck, der den Wagen auf die Straße saugt. Zusammen mit dem Heckspoiler drücken bei Tempo 300 bis zu 750 Kilo von oben auf den Ferrari.

Der selige Enzo Ferrari hätte seine Freude an dem Automobil gehabt, das 14 Jahre nach seinem Tod den handgeschriebenen Ferrari-Schriftzug tragen darf. Verkörpert es doch alle Tugenden, die der "Commendatore" an seinen Autos so schätzte - Dynamik, Kraft und Eleganz gepaart mit unbeschreiblich weiblichen Formen. Die Frage, dafür 650.000 Euro bezahlen möchte, stellt sich erst gar nicht. Alle Enzos sind bereits verkauft.

Jochen Knecht