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Berlinale 2015: Helen Mirren im Raubkunst-Drama

In "Woman in Gold" spielt Helen Mirren die Tochter einer von den Nazis ermordeten Familie. Auf der Berlinale erzählt die Schauspielerin, warum sie keine Sekunde gezögert habe, diese Rolle anzunehmen.

Helen Mirren und "ihre" Männer - Regisseur Simon Curtis (v.l.n.r.), Max Irons, Ryan Reynolds und Daniel Brühl

Helen Mirren und "ihre" Männer - Regisseur Simon Curtis (v.l.n.r.), Max Irons, Ryan Reynolds und Daniel Brühl

Helen Mirren (69) hat nicht gezögert, um ihre Rolle in dem Raubkunst-Drama "Woman in Gold" ("Frau in Gold") anzunehmen. "Es war mir sofort klar, dass ich dabei sein muss", sagte Mirren, die die Tochter einer von den Nazis ermordeten Familie spielt, am Montag auf der Berlinale.

Der Film von Regisseur Simon Curtis ("My week with Marylin") läuft in der Reihe Berlinale Special. Er zeichnet den Kampf der Holocaust-Überlebenden Maria Altmann nach, die von den USA nach Wien reist, um ein von den Nazis geraubtes Porträt ihrer Tante zurückzubekommen.

"Späte Ehrung für Maria Altmann"

"Dieser Film ist eine späte Ehrung für Maria. Sie war eine lustige, sexy, weise, menschliche, ganz große Frau", sagte die Britin. Leider habe sie Altmann, die 2011 starb, nicht kennengelernt. "Ich weiß aber, dass es für sie eine enorme Genugtuung war, das Bild zurückzubekommen."

Der Film, unter anderem mit Ryan Reynolds, Daniel Brühl und Katie Holmes, wurde in Wien gedreht und erzählt Altmanns Rechtsstreit nach, um Gustav Klimts berühmtes Porträt von Adele Bloch-Bauer zurückzubekommen. 2006 wurden Altmann fünf Klimt-Gemälde übergeben, die bis dahin im Schloss Belvedere in Wien hingen.

kup/DPA / DPA
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