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Ralph Fiennes als "Harry Potter"-Bösewicht: Lord Voldemort und die schwere Kindheit

Harry Potters Erzfeind Lord Voldemort ist das personifizierte Böse. Doch Schauspieler Ralph Fiennes suchte auch in dieser düsteren Rolle nach dem Guten im Menschen. Und stößt dabei auf die schwere Kindheit des Bösewichts.

Gibt es etwas Gutes im finsteren Lord Voldemort? Ralph Fiennes spielt den Bösewicht in den "Harry Potter"-Filmen. Bedrohlich, düster und grausam ist seine Rolle - trotzdem suchte der 48-Jährige nach etwas Gutem in Voldemort. "Der junge Voldemort war ein Waise und hat nie elterliche Zuneigung oder Liebe bekommen - er war deshalb schon sehr jung isoliert", wird der Brite bei "Newsweek" zitiert. Und er warnt davor, äußere Einflüsse zu unterschätzen: "Jeder hat das Potenzial korrumpiert zu werden", sagte Fiennes. "Jeder!"

Trotz der prägenden Kindheit gab der Schauspieler den dunklen Lord aber nicht auf. "Ich glaube immer an das Gute in jemandem", so Fiennes. "Aber es kann verschüttet, unterdrückt oder irgendwie deformiert sein." In den Büchern von J. K. Rowling ist Voldemort besessen von der Idee, dass Zaubererblut rein bleiben müsse, Magier sich also nicht mit Menschen einlassen dürften. Und mit dieser Ideologie will er sowohl die magische als auch die menschliche Welt beherrschen.

Die Rolle des Voldemorts wollte Fiennes dabei zunächst gar nicht annehmen - weil er sich mit dem Werk von Rowling nicht auskannte. Doch schließlich habe er die Figur sogar mitgestalten dürfen. "Ich habe wenige äußerliche Beschreibungen gefunden", sagte der Brite. "Doch irgendetwas passierte immer, wenn ich diese langen flatternden Umhänge angezogen habe." Dann habe er Voldemort gespürt.

Vermissen wird Fiennes seine Kreation allerdings nicht. Es sei richtig, dass die "Harry Potter"-Saga nun ein Ende gefunden habe. "Ich spüre ein Gefühl von Vollendung", zitiert "Newsweek" den 48-Jährigen. "Jeder wollte dieses großes Finale haben."

cjf/Cover Media / Cover Media