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SciFi/HORROR: Panic Room

Nervenzerreibende Spannung wie bei Hitchcock: Einbrecher zwingen eine Mutter und ihre Tochter, sich trotz ihrer Platzangst und Diabetes in einem hermetisch abgeriegelten Raum zu verschanzen.

Meg Altman (Jodie Foster) ist frisch geschieden und zieht mit ihrer Tochter (Kristen Stewart) in eine New Yorker Stadtvilla. Das Haus ist mit einer Besonderheit ausgestattet - einem Panikraum, der sich hermetisch von der Außenwelt abriegeln lässt und mit allen nur erdenklichen Überwachungseinrichtungen ausgestattet ist.

Gleich in der ersten Nacht steigen drei Einbrecher in das Haus ein, das sie noch leer wähnen. Meg rettet sich mit ihrer Tochter in den Panikraum. Das Dilemma: Meg hat Platzangst, die Tochter Diabetes - sie müssen den Panikraum dringend verlassen. Die Einbrecher suchen einen Geldschatz und wissen ihn genau im Panikraum - sie müssen in den Raum hinein.

Regisseur David Fincher (»Fight Club«) schaffte es, mit »Panic Room« einen der besten Filme des Jahres 2002 vorzulegen. Kein Wunder: Hier stimmt wirklich alles. Die Charaktere der beiden Frauen und der drei Einbrecher sind perfekt erdacht und werden von den Schauspielern eindrucksvoll gespielt - ausnahmslos. Vor allem Forest Whitaker als mitfühlsamer Einbrecher bleibt im Hinterkopf des Zuschauers lebendig. Das Drehbuch ist exzellent. Obwohl der Film nur im Haus spielt und zwei Stunden dauert, lässt die Spannung niemals nach. Immer kommt es zu einer neuen Wendung, einer neuen Überraschung: Hitchcock hätte das nicht nervenzerreibender machen können. Wie sich die beiden Parteien immer wieder gegenseitig austricksen, das hat Klasse. Absolut beeindruckend - gerade auf der extrem hochauflösenden und bildscharfen DVD - sind die irren Kameratricks des Regisseurs. Da fährt die Kamera klaustrophobisch mitten durch Wände und Fußböden hindurch, folgt Kabeln ins Mauerwerk oder zeigt die Räume des Hauses in ungewohnter Perspektive. Schade, dass es neben Filmografien und einem Teaser keine DVD-Extras gibt.

Carsten Scheibe

Ton/Bild: Dolby Digital 5.1, DTS/ 2,35:1; Laufzeit: 112 Minuten

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