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Vorauswahl zum Auslands-Oscar: "Die Fälscher" hat Chancen auf den Oscar

Die Vorauswahl für den Auslands-Oscar ist getroffen. Ein deutscher Film ist nicht mit dabei. Trotzdem hat ein deutschsprachiger Beitrag Chancen auf den Goldmann. Jetzt muss nur noch die Gala über die Bühne gehen.

Falls die Oscar-Gala in diesem Jahr trotz Autoren- und Glamourstreik stattfinden sollte, können sich ein paar Filmemacher schon mal Gedanken über die Abendgarderobe machen. Das "Phase 1 Committee", eine Jury aus Mitgliedern der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, hat aus 63 Vorschlägen für die Nominerung zum Auslands-Oscar neun Bewerber ausgewählt. "Auf der anderen Seite" von dem Hamburger Regisseur Fatih Akin ("Gegen die Wand") hat es nicht geschafft. Der deutsche Beitrag fiel in der Vorauswahl durch, dafür schaffte es der deutschsprachige Film "Die Fälscher" in die nächste Runde.

Der Film vom österreichischen Regisseur Stefan Ruzowitzkys über eine Fälscherwerkstatt in einem KZ der Nationalsozialisten tritt an gegen:

  • "The Year My Parents Went on Vacation" vom brasilianischen Regisseur Cao Hamburger
  • "Days of Darkness" von Denys Arcand aus Kanada
  • "Beaufort", ein israelisches Militärdrama von Joseph Cedar
  • "The Unknown" vom italienischen Filmemacher Giuseppe Tornatore
  • "Mongol" von Sergei Bodrow aus Kasachstan
  • "Katyn" von Polens Altmeister Andrzej Wajda
  • "12" von Nikita Mikhalkov aus Russland
  • "The Trap" vom serbischen Regisseur Srdan Golubovic.

Mehrere hundert Filmschaffende hatten sich ursprünglich um die Nominierung beworben. Das "Phase II Committee" wird nun von den neun Kandidaten fünf benennen, die dann voraussichtlich am 24. Februar auf den Auslands-Oscar hoffen dürfen. Die Nominierungen werden am 22. Januar bekanntgegeben. Die 80. Verleihung der Academy Awards soll am 24. Februar in Hollywood über die Bühne gehen.

Im vergangenen Februar hat Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film nach Deutschland geholt. 2003 gewann Caroline Links "Nirgendwo in Afrika" als erster deutscher Film nach mehr als 20 Jahren. 2006 und 2005 waren die deutschen Beiträge "Sophie Scholl - die letzten Tage" und "Der Untergang" zwar nominiert worden, doch leer ausgegangen.

sal