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So öde sehen spektakuläre Szenen im Studio aus

Digitale Spezialeffekte in Filmen und Serien zaubern jede Umgebung lebensecht auf den Schirm. Die Filmsets werden dagegen immer karger. Wo später Schneestürme und Flammen zu sehen sind, stehen im Studio oft nur grüne Wände. 


Als Steven Spielberg 1993 in "Jurassic Park" erstmals komplett computergenerierte Dinosaurier auf die Kinozuschauer loslässt, setzt er neue Maßstäbe. So lebensecht wirken die digitalen Echsen, dass sich einige Zuschauer gefragt haben dürften, ob sie tatsächlich aus dem Labor und nicht aus dem Rechner stammten. Heutzutage zuckt da keiner mehr, computeranimierte Effekte sind längst gang und gäbe, wie das obenstehende Beispiel aus "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" zeigt. Ein Schauspieler spielt im leeren Studio im Spezialanzug eine Szene, hinterher wird der Effekt samt Gegenspieler einfach draufkopiert.

Die Studios sparen sich auf diese Weise aufwändige Kulissen, Kostüme und Modelle, die am Ende ohnehin wohl nicht so real wirken würden wie ihre digitalen Pendants. Zum Beispiel hier, bei "Alice im Wunderland"


Und bei "Fluch der Karibik 2" ersparte der Rechner Darsteller Bill Nighy eine Gummi-Tentakelmaske: 

Bei "Game of Thrones" sieht eine unbezwingbare Eiswand im Studio auf einmal recht harmlos aus - was den angestrengten Blick von "Tormund"-Darsteller Kristofer Hivju etwas befremdlich wirken lässt: 

Aber auch scheinbar ganz normale Alltagsszenen werden häufig im Studio gedreht und hinterher in die Szene eingefügt. Als Beispiel hier eine Hafenszene aus "The Wolf of Wall Street" - in diesem Fall läuft immerhin kein Schauspieler Gefahr, ins Wasser zu fallen: 

rös

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