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"Fikkefuchs": Zu anzüglich: Darum muss dieses Filmplakat abgehängt werden

Schon eine Woche vor dem Kinostart sorgt die Satire "Fikkefuchs" für Schlagzeilen. Weil das Filmplakat als zu anzüglich empfunden wird, darf es in Frankfurt und München nicht mehr an Bus- und Bahnhaltestellen hängen.

Fikkefuchs

Das Filmplakat zu "Fikkefuchs" sorgt für Ärger

Ist das eine freche Satire oder einfach nur geschmacklos? Noch vor seinem Kinostart gibt es Wirbel um "Fikkefuchs". Stein des Anstoßes ist das Filmplakat, das in zahlreichen Städten ausgehängt worden ist. Weil darauf ein weiblicher Unterleib mit einem Fuchskopf abgebildet ist, regte sich in Frankfurt und München Protest: An den Bus- und Bahnhaltestellen muss es dort abgehängt werden. Die dortigen Verkehrsbetriebe empfinden es als zu anzüglich.

Der Sprecher der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) begründete gegenüber der "Bild"-Zeitung seine Ablehnung so: "In der U-Bahn kommt die Werbung einem viel näher, man kann ihr schlechter ausweichen - gerade auch mit Kindern." Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main hält das Plakat laut "Bild" sogar für sexistisch und frauenfeindlich.

Bei den Filmemachern stößt diese Haltung dagegen auf wenig Verständnis. "Angesichts unserer angeblich super-liberalen und verpornten Gesellschaft wundert man sich schon manchmal, wie prüde und verklemmt wir eigentlich sind", sagt Produzentin Saralisa Volm der "Bild". Die 32-Jährige sieht das Abhängen ihres Plakats zusammen mit Nippel-Verboten auf Facebook sowie der abnehmenden Zahl von FKK-Stränden als Warnzeichen dafür, wieder einen offeneren Umgang mit der Sexualität zu finden.

Kinotrailer: "Fikkefuchs": Der "Stecher vom Wuppertal" bringt seinem Sohn das Aufreißen bei

"Fikkefuchs" kommt am 16. November in die Kinos

Bei dem Film handelt es sich um eine Satire, in der ein alternder Frauenheld seinem Sohn beibringen will, wie man Mädchen aufreißt. Ein Film, der permanent den schmalen Grat zwischen Machotum und Peinlichkeit, Humor und Tragik beschreitet. Die Regie führte Jan Henrik Stahlberg ("Muxmäuschenstill"), der zusammen mit dem Schriftsteller Wolfram Fleischhauer auch für das Drehbuch verantwortlich ist. Der Film spielt bewusst mit Grenzüberschreitungen: "Ich hasse Filme, die es allen recht machen wollen und automatisch alles rundlutschen", sagte Stahlberg der DPA. "Bevor alle Leute sitzen bleiben, gehe ich lieber das Risiko ein, dass ich bei zwei, drei Leuten die Schmerzgrenze überschritten habe."

"Fikkefuchs" läuft am 16. November in den deutschen Kinos an.

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