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Jethro Tull: Reise in die Vergangenheit

Unter freiem Himmel gab sich die legendäre Rockband Jethro Tull die Ehre - und keineswegs die Blöße.

Die legendäre Rockband Jethro Tull ist beim Auftakt ihrer Deutschlandtournee am Donnerstagabend in Bonn von 3600 Fans begeistert empfangen worden. Auf dem Open Air Konzert spielte die Band aus ihrem 250 Songs umfassenden Repertoire auch die Klassiker "Aqualung" und "Locomotive Breath". Bekannt ist die Gruppe durch die ungewöhnliche Mischung aus Rock und Querflötenspiel. Die Flötensoli des Bandleaders Ian Anderson wurden deshalb auch bei diesem Konzert mit Jubel vom Publikum gefeiert.

Bei schwülem, aber trockenem Wetter hatte sich auf dem Bonner Museumsplatz eine bunte Mischung von Fans versammelt, von Kindern bis zu Rentnern. Den Kern der Zuschauermenge bildete aber die Generation, die den Durchbruch und steilen Aufstieg der Band seit ihren Auftritten im Londoner Marquee Club vor 35 Jahren verfolgt hat. Seit 1968 gaben Jethro Tull mehr als 2500 Konzerte in 40 Ländern. Insgesamt verkaufte die Band über 60 Millionen Alben.

Neben den Klassikern begeisterte die Gruppe durch Songs wie "Pavane" und "Fat Man". Auf das neue Lied "Eurology" reagierten die Zuschauer zunächst noch etwas zurückhaltend. Den Fans gefalle eine Art von Nostalgie, sagte Anderson in einer Pressemitteilung. "Für diese Fans sind die älteren Stücke wohl so etwas wie eine Reise in die Vergangenheit."

Variiert wurden die Songs durch professionelle Improvisationen und den Wechsel der Instrumente, darunter Bongos und verschiedene Blasinstrumente. "Unsere Stücke sind nie zwei Nächte lang die gleichen", sagte Anderson. Seine Musik bezeichnete der gebürtige Schotte als zeitlos und "nicht in einer bestimmten Musikrichtung verwurzelt". Weitere Stationen der Tour "Living With The Past - In Concert 2003" sind unter anderen Emden, Berlin und Hamburg.

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