HOME
Neon-Logo

Fiese Sprüche: "Sex Education"-Star Aimee Lou Wood in der Schule gemobbt – jetzt konfrontierte sie ihren Peiniger

Auch Menschen, die heute Stars sind, hatten manchmal keine einfache Kindheit. "Sex Education"-Schauspielerin Aimee Lou Wood etwa wurde mit ihrem Akzent aufgezogen und wegen ihrer Schneidezähne. Sie schickte ihrem Mitschüler vor einiger Zeit eine Nachricht.

Aimee Lou Wood auf dem roten Teppich

Aimee Lou Wood bei der Weltptremiere von "Sex Education 2" in London

AFP

Als Aimee hat Aimee Lou Wood in der zweiten Staffel der Netflix-Serie "Sex Education" ein traumatisches Erlebnis: Im Bus onaniert ein hinter ihr stehender Mann und entlädt sich auf ihrer Jeans. Sie spielt den Vorfall ihren Freundinnen gegenüber herunter, bekommt aber die Nachwirkungen des traumatischen Erlebnisses zu spüren – sie kann nicht mehr Bus fahren. Durch jedes Busfenster sieht sie plötzlich den Mann vor sich, der ihr das angetan hat. Sie kann nicht einsteigen und läuft stattdessen zur Schule. Während ihre Freundinnen ihr raten, etwas gegen den Typen zu unternehmen, gibt sie vor, dass sie sich lediglich um ihre Hose sorge.

Die Episode fand ihren Platz im Drehbuch, weil "Sex Education"-Autorin Laurie Nunn eine solche Situation selbst erlebt hat, berichtet der britische "Guardian". Aimee Lou Wood sagt über die Szene: "Ich fühlte mich geehrt, weil sie [Laurie Nunn] mir ihre Geschichte mit ihren Auswirkungen auf sie anvertraute. Genau wie Aimee hatte sie nicht erwartet, dass es sie so nachhaltig beeinflussen würde."

"Sex Education": "Besetzung ist gut gelaunt und hilfsbereit"

Wood ist begeistert von der "weiblichen Energie" der britischen Serie "Sex Education" – von der weiblichen Drehbuchautorin und den Regisseuren sowie ihrer Botschaft über Sexualität und Geschlecht an ein junges Publikum.

Zwei Frauen

Wood schwärmt im "Guardian": "Die Besetzung ist so gut gelaunt und hilfsbereit. Ich denke, sie ist feministisch, allein weil die weiblichen Figuren vollständig ausgestaltet sind, nuanciert und facettenreich. Das hat man nicht oft. Ich wusste es nach einem Blick ins Drehbuch, weil es keinerlei Beschreibung enthielt, wie eines der Mädchen aussieht. Es ging immer nur um ihre Persönlichkeit. Normalerweise enthalten Drehbücher unsinnige Beschreibungen wie 'Sie ist sexy, aber auf eine streberhafte Art' oder 'Sie ist hübsch, sich dessen aber nicht bewusst'. Wie soll man so etwas spielen?"

"Ich dachte, sie nehmen niemanden mit albernen Zähnen für das beliebte Mädchen"

Begeistert und entwaffnend, so der "Guardian", erzählt Wood, dass sie schon beim Lesen des Drehbuchs eine Verbindung zu Aimee gespürt habe. "Ich habe mich schlappgelacht, weil es wörtlich Dinge enthielt, die ich gesagt habe. Beworben hatte sich Wood allerdings für die Rolle der Lily, die von Tanya Reynolds gespielt wird. Der Grund lässt tief blicken: "Aimee ist eines der beliebten Mädchen und ich hatte diesen Komplex. Ich dachte, sie würden niemanden mit albernen Zähnen als beliebtes Mädchen für eine Netflix-Serie casten."

Den Komplex hat Aimee vermutlich aus ihrer eigenen Schulzeit. Nach der Scheidung ihrer Eltern ging sie auf eine Schule, "an der alle vornehmer waren als ich". Die Mutter einer Freundin machte sich über Woods Stockport-Akzent lustig, sie wurde gemobbt und tat so, als würde es ihr nichts ausmachen. Vor ein paar Jahren allerdings hat sie einen ihrer Peiniger damit konfrontiert. "Er hat mich immer Bugs Bunny genannt. Ich habe ihm eine Nachricht geschickt und er antwortete, dass er viel darüber nachgedacht habe und sich schuldig fühle. Das war eine Befreiung. Ich würde jedem raten, mit seinen Mobbern aus Schulzeiten zu sprechen. Es besteht die Möglichkeit, dass sie jetzt Erwachsene sind, die sich dafür schämen."

Quelle: "The Guardian"

bal
Themen in diesem Artikel