Traditionell beschwört die Halbzeitshow beim Super Bowl eigentlich den Gemeinschaftssinn von Millionen US-Amerikanern – zumal das Land derzeit so tief gespalten ist wie vielleicht noch nie. Präsident Trump, der dem Super Bowl diesmal selbst fernblieb, setzte aber einen anderen Akzent. Er bezeichnete den Pausenauftritt direkt im Anschluss auf der Plattform Truth Social als "Schlag ins Gesicht" für die USA und als eine der schlechtesten Halbzeitshows, die er jemals gesehen habe.
Zu Trumps Unmut trug offenkundig bei, dass die gesamte Performance von Bad Bunny ausschließlich auf Spanisch gehalten war – ein Novum für die traditionsreiche Halbzeitshow. Man verstehe kein Wort, monierte Trump - nachdem er die Wahl des Hauptacts für das Spektakel bereits vorab als "schrecklich" bezeichnet hatte.
Dem Publikum gefiel die Super Bowl-Halbzeitshow, dem Präsidenten nicht
Bad Bunny, bürgerlich Benito Antonio Martínez Ocasio, dominiert seit Jahren die internationalen Charts. Musikalisch steht er für eine Mischung aus Reggaeton angereichert mit puerto-ricanischer Folkmusik, afrokaribischen Einflüssen und Salsa. Bei den Grammy Awards am vergangenen Wochenende bekam er für "DeBÍ TiRAR MáS FOToS" ("Ich hätte mehr Fotos machen sollen") die Trophäe als Album des Jahres und gewann insgesamt drei Grammys. Zuletzt galt er als meistgehörter Künstler des Jahres beim Streamingdienst Spotify.
Im Gegensatz zu Trump schien dem Publikum im Levi's Stadium in Santa Clara der Auftritt allerdings sehr gefallen zu haben. Immer wieder brandete Applaus auf. Für seine Show hatte sich Bad Bunny zahlreiche Mit-Stars zur Unterstützung an die Seite geholt – welche, das zeigt die Galerie.