Die mit Spannung erwartete Halbzeitshow beim Super Bowl ist zu einem Fest der Liebe und des Zusammenhalts geworden. Bad Bunny (31) lieferte die erste spanischsprachige Halbzeitshow bei dem Endspiel der nordamerikanischen Profiliga NFL, das in diesem Jahr die Seattle Seahawks gewannen. Der Musiker sorgte im Levi's Stadium im kalifornischen Santa Clara für einige Überraschungen, etwa zahlreiche prominente Unterstützung.
Allein in Lady Gagas Kleid steckte Symbolkraft
Bad Bunny feierte vor einem Millionenpublikum eine ausgelassene Tanzparty - und sein Heimatland. Auf einer Bühne im Mittelfeld des Stadions, die seinem pinkfarbenen Anwesen "La Casita" nachempfunden war, traf der Sänger auf bekannte Kolleginnen und Kollegen wie Lady Gaga, Ricky Martin, Cardi B, Pedro Pascal, Jessica Alba, Alix Earle und viele mehr. Der von zahlreichen Tänzerinnen begleitete Auftritt war eine Hommage an die Kultur der Puertoricaner.
Sogar Lady Gaga (39), die ihren und Bruno Mars' Song "Die with a Smile" sang und damit für ein verbindendes Englisch sorgte, trug das leuchtende Blau der puerto-ricanischen Flagge, das Freiheit und Unabhängigkeit symbolisiert. An ihrem Kleid steckte zudem die Nationalblume Flor de Maga. Ricky Martin (54), der wie Bad Bunny aus Puerto Rico stammt, war ein weiterer Überraschungsgast. Er sang "Lo Que Pasó a Hawaii" in einer Bananenfeld-Kulisse.
Dann gab es noch eine Premiere: Ein Brautpaar heiratete während der Halbzeitshow auf der Bühne, die Vermählung soll echt gewesen sein. Bad Bunny überreichte seinen Grammy an einen kleinen Jungen, und zum Abschluss seiner Show zeigte der Sänger eine Reihe von Flaggen amerikanischer Länder. "Gott segne Amerika", sagte er und hinter ihm erschien auf einer großen Videoleinwand die Botschaft: "Das Einzige, was stärker ist als Hass, ist Liebe." Er beendete seine Show auf Spanisch mit den Worten: "Wir sind immer noch hier", bevor er einen Football mit der Aufschrift "Gemeinsam sind wir Amerika" warf.
Manche Beobachter hatten erwartet, dass der Künstler sich politischer äußern würde, da er in der Vergangenheit bereits mehrfach Stellung bezog. Sein Auftritt hatte zuvor für heftige Debatten gesorgt. Die MAGA-Bewegung reagierte erzürnt, US-Präsident Donald Trump (79) kündigte den Boykott des Events an.