Immer wieder sonntags
Der Anfang vom Abschied

  • von Rupert Sommer
Stefan Mross verabschiedet sich von seiner Musikshow – und dann kommt auch zweimal seine Ex in die Sendung: Stefanie Hertel.
Stefan Mross verabschiedet sich von seiner Musikshow – und dann kommt auch zweimal seine Ex in die Sendung: Stefanie Hertel.
© SWR/Wolfgang Breiteneicher

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Die ARD läutet das letzte Kapitel für einen ihrer langlebigsten Sommerklassiker ein: Aktuell startet eine neue Staffel der Schlagerreihe "Immer wieder sonntags" mit Stefan Mross. Es wird die Abschiedssaison der traditionsreichen Musik- und Unterhaltungsshow sein. Und auch seine Ex-Frau kommt.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht Moderator und Musiker Stefan Mross für gute Laune am Sonntagvormittag. Auch in den finalen Ausgaben von "Immer wieder sonntags" setzt das launige Unterhaltungsformat auf bewährte Elemente. Serviert werden Schlagerstars und Geschichten aus dem Leben, außerdem gibt es die "Star-Küche", Kultfigur Holzwurm Willi sowie Nachwuchstalente, die sich in der Sommerhitparade oder am roten Mikrofon präsentieren. Das Erfolgsrezept bleibt damit unverändert, ebenso die Ausrichtung als familienfreundliche Live-Show.

2025 verfolgten im Schnitt mehr als eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer die Sendung. Doch trotz vergleichsweise stabiler Quoten ist nach dieser Saison Schluss. Hintergrund ist die angespannte finanzielle Lage beim Südwestrundfunk. "Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns keine andere Wahl", erklärte Programmdirektor Clemens Bratzler. Das frei werdende Budget solle "teilweise eingespart und teilweise in die Entwicklung neuer digitaler Unterhaltungsformate investiert werden".

Einstellung der Reihe aus Spargründen

Die Entscheidung fiel den Verantwortlichen offensichtlich schwer. "Wir gehen diesen Schritt mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber Stefan Mross und dem gesamten Team, die über viele Jahre Großartiges geleistet haben. Ich verstehe, dass viele treue Fans von 'Immer wieder sonntags' enttäuscht sein werden, weil wir ihnen aus finanziellen und strategischen Gründen einen Fixpunkt im Sommer nehmen", so Bratzler weiter.

Auch ARD-Programmdirektorin Christine Strobl kündigt einen würdigen Abschied an: Man wolle das Ende "gebührend feiern". Besonders hob sie Moderator Stefan Mross hervor, der die Show seit 2005 prägt: Er habe ihr mit "seiner unverwechselbaren Art ihr Gesicht und ihr Herz gegeben".

Geplant sind nun insgesamt 13 Live-Ausgaben, bevor "Immer wieder sonntags" am 6. September mit einer zusätzlichen Abschiedssendung endgültig endet. Danach sendet das Erste am 13. September noch einen Art Rückschau mit den Höhepunkten der dann endgültig letzten Staffel. Mit dem Aus für die traditionsreiche Reihe verliert das ARD-Sommerprogramm einen seiner bekanntesten Fixpunkte.

Stefanie Hertel kehrt noch zwei Mal in die Sendung zurück

Feiner Zug: Zum Abschied kehrt Stefanie Hertel (46), die Ex-Frau von Stefan Mross, zu ihrem Ex zurück und wird gleich in zwei Shows auftreten, unter anderem in der allerletzten. Hertel und Mross lernten sich bei der Vorentscheidung zum "Grand Prix der Volksmusik 1991" in Hof kennen, verliebten sich und waren von 1994 an das Traumpaar des deutschen Schlagers. 2001 kam ihre Tochter Johanna zur Welt, 2006 heirateten sie. 2011 gaben sie ihre Trennung bekannt und ließen sich 2012 scheiden.

Zur ersten Sendung der finalen Staffel werden am 31. Mai unter anderem Beatrice Egli, Alexandra Hofmann, Andy Borg, Linda Hesse, Michael Holm, Ramon Roselly, Ronja Forcher und die Nockis kommen. Außerdem darf man sich auf ein Wiedersehen mit Willly Pichay, dem Sieger der Sommerhitparade im vergangenen Jahr, freuen.

Trompeter Mross hat sich nach der Verkündung der Einstellung der Reihe öffentlich keine Blöße gegeben. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" skizzierte er gar ein freundschaftliches Bild auf dem umkämpften Markt für Schlager-Unterhaltungssendungen. "Wir haben keine Konkurrenz untereinander. Andrea Kiewel mit dem 'Fernsehgarten' und wir mit 'Immer wieder sonntags' sind auf einer Linie. Es hat der Florian Silbereisen seine Sendungen, Giovanni Zarrella ein ganz eigenes Format", sagte er in dem Zeitungsinterview. "Also momentan ist alles gut aufgestellt, nicht zu viel, nicht zu wenig. Früher hat man das Konkurrenzdenken gehabt, das gibt's heute nicht mehr."

Immer wieder sonntags – So. 31.05. – ARD: 10.30 Uhr

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