Was gibt es Neues und vor allem anderes über Paris zu berichten – jenseits des Touristenstroms und der allbekannten Sightseeing-Hotspots? Zwei Jahre nach den hochgelobten Olympischen Spielen nimmt es die Frankreich-Korrespondentin Anne Arend in "Megacitys – Wenn es Nacht wird in Paris" mit berühmten Vorgängern wie Hemingway ("ein Fest fürs Leben") oder auch nur Audrey Hepburn auf ("Paris ist immer eine gute Idee"), mit Poeten wie Heine oder Zola, Sängern und Sängerinnen wie Edith Piaf, Juliette Gréco oder Charles Aznavour. Das traditionsgeschwängerte Cabaret Moulin Rouge wird von ganz unten im Cabaret-Keller bis ganz oben im Dachgarten gezeigt. "Radikal, verspielt und immer sehr nah am Publikum" agieren Jérôme Marin und seine Truppe. Arend begleitet sie bis zur "letzten Zigarette" weit nach Mitternacht.
Die alten Hallen im gleichnamigen Viertel sind längst passé. Dennoch lässt sich die Korrespondentin nicht davon abhalten, das erwachende neue Großmarkt-Leben an anderer Stelle zu porträtieren. Koch Rodolphe hilft ihr dabei, das "Labyrinth" aus Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch, Käse und Gemüse zu erkunden. – Ein Hauch der "Liebenden vom Pont Neuf" schwingt mit, wenn die Kamera Menschen begegnet, die unter den Brücken der Metro in Zelten hausen. Immer mehr Jüngere, wie Laura, Anouk und Arthur kümmern sich um sie und widerlegen damit den alten Grundsatz, dass man in Paris leben und sterben kann, ohne dass sich jemand darum schert.
Zwischen Designer-Atelier und U-Bahn-Mitarbeiter wird ein Paris gezeigt, das "nie schläft" und in dem es immer wieder Neues jenseits aller Klischees zu entdecken gibt.
Megacitys – Wenn es Nacht wird in Paris – Mo. 25.05. – ZDF: 19.20 Uhr