"WM-Wahnsinn und Titelträume"
Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger auf Fußball-Tour

  • von Eric Leimann
Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger erkunden für die 75 Minuten lange Doku "WM-Wahnsinn und Titelträume" die unmittelbar bevorstehende XXL-Fußball-WM mit 48 Mannschaften in drei großen Flächenländern: den USA, Kanada und Mexiko.
Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger erkunden für die 75 Minuten lange Doku "WM-Wahnsinn und Titelträume" die unmittelbar bevorstehende XXL-Fußball-WM mit 48 Mannschaften in drei großen Flächenländern: den USA, Kanada und Mexiko.
© SWR/Patricia Neligan

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Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger touren für ihren Film "WM-Wahnsinn und Titelträume" durch die USA, Kanada und Mexiko. Sie versuchen, die Fußball-Weltmeisterschaft zu erspüren. Unter anderen geben Julian Nagelsmann, Nico Schlotterbeck, Leon Draisaitl, Marco Reus und Leo Neugebauer Einblicke.

Für die 75-minütige Doku "WM-Wahnsinn und Titelträume" sammelten Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger ordentlich Flugmeilen, um einen Tag vor Eröffnung der XXL-WM in drei amerikanischen Flächenstaaten das Wesen des Turniers zu erkunden. Am Vorabend des Eröffnungsspiels Mexiko gegen Südafrika (Donnerstag, 11. Juni, 21.00 Uhr, ZDF) besuchen die beiden alle drei Gastgeberländer, mit DFB-Sportdirektor Rudi Völler und Bundestrainer Julian Nagelsmann das deutsche WM-Quartier in Winston-Salem (North Carolina), und sie führen – erstaunlich offene – Interviews mit dem Bundestrainer sowie National-Verteidiger Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund.

Der Ex-Profi und heutige TV-Experte Thomas Hitzlsperger reist zu Deutschlands erstem WM-Gegner, dem krassen Außenseiter und WM-Neuling Curaçao. Dort ist die Begeisterung über eine WM mit erstmals 48 Mannschaften riesig. In der südlichen Karibik, etwa 65 Kilometer entfernt von der Küste Venezuelas, freuen sich gut 150.000 Einwohner auf ein einzigartiges Event. Dagegen äußert sich Bundestrainer Nagelsmann kritisch über aufgeblähte Turniere und die Überbelastung der Top-Spieler, welche letztlich in Verletzungen und schlechterem Fußball mündet.

Hitzlsperger war auch in Kanada bei Eishockey-Superstar Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers. Der Stürmer-Star auf Kufen erklärt, warum es Fußball in Kanada schwerer hat als Eishockey und wie Kanadier auf die Fußball-WM 2026 blicken. Auch ein Besuch bei einem Fußballverein deutscher Migranten steht in Edmonton an. Der FC Viktoria wurde in den 50-er-Jahren von Auswanderern in Kanada gegründet, die ihre deutsche Fußballkultur vermissten. Heute sagen sie hier: Man wäre gern Teil dieser WM, doch allein schon die horrenden Ticketpreise können sich viele nicht leisten. Für das billigste WM-Gruppenspiel-Ticket muss man 60 Dollar berappen. Eher liegt man aber deutlich höher – bei bis zu 620 Dollar für ein Vorrundenspiel. Während der K.o.-Phase ziehen die Preise dann noch mal deutlich an.

Besuche bei Marco Reus, Leon Draisaitl und Leo Neugebauer

TV-Moderatorin Esther Sedlaczek besucht Ex-Bundesliga-Star und Ex-Nationalspieler Marco Reus, der mittlerweile im kalifornischen Newport Beach lebt und für LA Galaxy kickt. Reus erklärt die Unterschiede zwischen deutschem und US-Fußball. Auch den "König der Athleten" trifft Sedlaczek, den im texanischen Austin lebenden deutschen Zehnkämpfer Leo Neugebauer. Mit ihm spricht sie über Klima- und Hitzestrapazen in den südlichen US-Staaten sowie Mexiko. Esther Sedlaczek besucht auch das Allstar-Team der Major League Soccer (MLS) und beobachtet den kleinen Grenzverkehr zwischen den USA und Mexiko, wenn beispielsweise in Tijuana – unweit von San Diego – ein Ligaspiel ansteht. Wie angespannt geht es an der viel diskutierten Grenze zwischen den beiden WM-Ausrichtern Mexiko und USA zu?

Die Film-Hosts sind zudem dabei, wenn Rudi Völler und Julian Nagelsmann das deutsche WM-Quartier auf einem Uni-Campus in North Carolina inspizieren. Vereinzelt hieß es, die Deutschen hätten sich wieder – wie vor vier Jahren in Katar – in die Einsamkeit und Isolation zurückgezogen. Einen "Graugänse"-Lagerkoller befürchteten einige daraufhin, doch ein SWR-Reporter, der für die Doku vor Ort war, berichtet: Es ist ein lebendiger, aber eben auch typisch amerikanischer Ort. Im Film selbst erzählt Rudi Völler von jenem Betonbunker, in dem er als deutscher Nationalspieler und WM-Teilnehmer 1994 in Chicago Zeit verbrachte. Auch beim denkwürdigen "Final Draw" im Dezember 2025, der WM-Show von Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino, waren Hitzlsperger und Sedlaczek dabei. Die Doku "WM-Wahnsinn und Titelträume" ist bereits ab dem 4. Juni in der ARD-Mediathek zu finden.

WM-Wahnsinn und Titelträume – Mi. 10.06. – ARD: 20.15 Uhr

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