Lange hat man nichts von ihr gehört. Sie stand nicht auf der Bühne und zeigte sich kaum in der Öffentlichkeit. Nun aber meldet sich Sängerin Duffy, 41, zurück. Per Instagram-Story verkündete die walisische Sängerin, dass sie am 5. Juli in London „ein geheimes, intimes Konzert“ spielen wird. Es ist ihr erster Live-Auftritt seit mehr als 15 Jahren.
„Ich gebe am 5. Juli, also nächsten Monat, ein geheimes, intimes Konzert in London, und ich würde mich riesig freuen, wenn einige von euch dabei wären“, schrieb sie in dem sozialen Netzwerk. Das Konzert sei bewusst klein gehalten – die Plätze werden verlost, auf Instagram können sich Fans dafür registrieren lassen. Auch kündigte die Sängerin in dem Beitrag an, dass sie „einige neue Lieder“ bei dem Gig performen wird.
Duffy: Studioaufnahmen und eine Botschaft an die Fans
Schon im Vormonat hatte Duffy angedeutet, dass bei ihr möglicherweise ein Comeback bevorsteht. Ebenfalls auf Instagram teilte sie ein schwarz-weißes Foto aus einem Aufnahmestudio, und schrieb dazu: „Wenn ich doch nur die richtigen Worte fände, um zu beschreiben, wie sehr ich euch alle vermisst habe. Ich arbeite daran, zu euch zurückzukehren.“
Wer die Geschichte der Sängerin kennt, versteht, was diese Worte bedeuten. Denn Duffy, die mit bürgerlichem Namen Aimée Anne Duffy heißt, eilte ab dem Jahr 2008 zunächst von Erfolg zu Erfolg.
Mit ihrer Single „Mercy“ und dem Album „Rockferry“ wurde sie praktisch über Nacht zum Star: drei BRIT-Awards und einen Grammy-Award gab es damals unter anderem. „Rockferry“ war in Großbritannien zudem das meistverkaufte Album des Jahres. Dann veröffentlichte sie ein zweites Album, kündigte ein drittes an – und verschwand.
Jahrelanges Schweigen mit schrecklichem Hintergrund
Was hinter dem Rückzug steckte, blieb lange unklar. Erst 2020, fast ein Jahrzehnt nach ihrem Verstummen, brach Duffy das Schweigen: In einem Instagram-Post offenbarte sie, dass sie vergewaltigt, unter Drogen gesetzt und in ein fremdes Land verschleppt worden war. In einem persönlichen Essay auf ihrer Website schilderte sie das Erlebte – sie sprach davon, dass die Gefangenschaft sie in Suizidgedanken getrieben hatte, und „absolut niemand“ von dem Angriff gewusst hatte. Der Täter wurde nie namentlich bekannt gemacht.
Rat und Hilfe
Sie haben suizidale Gedanken? Befinden Sie sich in einer psychischen Krise? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter (0800) 1110111 und (0800) 1110222 sowie 116 123 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail oder Chat ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention. Bei unmittelbarer Suizidgefahr: Wählen Sie den Notruf 112, wenn Sie selbst akut gefährdet sind oder es jemand in Ihrem Umfeld ist. In akuten Krisen steht auch der medizinische Notdienst unter 116 117 zur Verfügung.