Im Alphabet liegen A und Z maximal weit voneinander entfernt, am Frankfurter Flughafen trennt die Buchstaben nur ein Stockwerk: Die beiden An- und Abflugschalter befinden sich übereinander auf den Ebenen 2 und 3. Wer jedoch von A nach Z will, also im Grunde nur die Rolltreppe hoch, braucht trotzdem fast 20 Minuten zu Fuß.
Was im Vergleich zu einem Terminalwechsel wiederum schnell ist. Der dauert noch länger, weil zwischen den Gebäuden Shuttlebusse oder -züge unterwegs sind. Ähnlich wie an anderen Großflughäfen, etwa in London, Zürich oder Dubai. Alles in allem liegt die MCT, die Mindestumsteigezeit (Minimum Connection Time), schon einmal bei bis zu zwei Stunden.
Genug Zeit, um seinen Anschlussflug zu verpassen.
Der schlechteste deutsche Flughafen auf Platz 3
Aber nicht an jedem Airport mit einer hohen MCT heben massenhaft halb leere Flüge ab, weil Passagiere es nicht rechtzeitig zum Anschlussgate geschafft haben. Das Unternehmen AirHelp hat ausgewertet, welche Flughäfen für Umsteigereisende am riskantesten sind – also wo die Gefahr am größten ist, einen Anschlussflug zu verpassen. Und ganz vorn stehen zwar auch Großflughäfen wie Frankfurt, aber nicht nur.
AirHelp verdient unter anderem sein Geld damit, Ansprüche von Fluggästen aufgrund verpasster Anschlussflüge durchzusetzen. Deshalb verfügt das Unternehmen über Passagierdaten, mit deren Hilfe das Ranking erstellt wurde. In den Score sind Flüge in, nach und von der EU, USA und Brasilien eingeflossen, wie es bei AirHelp heißt. Berechnet wurde die Zahl der verpassten Flüge pro Anzahl der gesamten Verbindungsflüge. Je niedriger der Score, desto höher ist also das "Verpass-Risiko". Die Liste ist keine repräsentative Studie, sondern eine datengestützte Annäherung.