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Einreise, Tickets, Trinkgeld – was bei Ihrem WM-Besuch schiefgehen kann

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Baustelle Fußball-Weltmeisterschaft in den USA. Tickets für die WM-Spiele gibt es noch, kosten aber ein Vermögen
© Julio Cortez/AP / DPA

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Teure Tickets, strenge Grenzkontrollen, überraschend viele freie Hotelzimmer: WM-Gastgeber USA ist nicht mehr das große Traumziel. Was Fußballfans wissen müssen.

Amerika war einmal ein Sehnsuchtsort: spektakuläre Städte mit unbegrenzten Möglichkeiten, freundliche Menschen in unendlichen Weiten. Ein Land wie geschaffen für ein Ereignis wie die Fußball-Weltmeisterschaft. Doch 2026, dem Jahr, in dem die USA ihren 250. Geburtstag feiern, ist vieles von dem verpufft, was das Land einst zum Traumziel machte.

Das fängt schon bei der Einreise an. Ja, es gibt die berüchtigten Befragungen an den Flughäfen, bei denen schlecht gelaunte Grenzbeamte harmlose Touristen ins Kreuzverhör nehmen und sogar private Handynachrichten checken dürfen – doch üblicherweise ist das Prozedere nur langwierig und nervig. Die allermeisten Besucher kommen ohne Probleme ins Land.

Melden Sie Ihre USA-Reise über die MPC-App an

Tipp: An den meisten großen Airports gibt es die Mobile Passport Control (MPC). Dabei meldet man bei Anflug oder Ankunft seine Einreise über die MPC-App an. Relevant sind dabei im Wesentlichen Name, Passnummer und Ankunftsterminal. An den Flughäfen gibt es spezielle MPC-Schalter mit deutlich kürzeren Warteschlangen.

Ein Recht auf Einreise in die USA gibt es übrigens nicht. Es entscheidet allein der Grenzbeamte darüber, ob man ins Land kommt oder nicht. Auch ein WM-Ticket ersetzt keine Einreisegenehmigung. Als Dokumente werden auf jeden Fall ein mindestens noch sechs Monate gültiger Pass sowie eine gültige Esta-Genehmigung oder ein Visum benötigt.

In Kanada heißt die Einreiseerlaubnis eTA. Der Antrag ist längst nicht so umfangreich wie in den USA und sollte bis zu 72 Stunden vor Ankunft gestellt werden.

Für Mexiko reicht ein gültiger Pass, am besten ein biometrischer. Wer auf dem Landweg einreisen will, muss zudem eine Touristenkarte (FMM) ausfüllen.

Schwieriger als in die USA zu kommen, ist es, Tickets für die WM-Spiele zu ergattern. Und wenn man zu den Glücklichen gehört, muss man ein Vermögen dafür hinlegen. Zu Beginn des Kartenverkaufs gab es noch Schnäppchen für 60 Euro für die Vorrundenspiele gegen Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador. Davon gingen aber nur 1600 über den Tresen.

Wer jetzt noch mit dem Gedanken spielt, Deutschland bei der WM zu sehen, sollte sich auf Nordamerika konzentrieren. Die DFB-Elf spielt die Vorrunde in Houston gegen Curaçao, gegen die Elfenbeinküste in Toronto und gegen Ecuador in New York. Sollte es in die K.-o.-Phase gehen, könnten die weiteren Spielstätten in Boston (Sechzehntel- und Viertelfinale), Philadelphia und Dallas liegen. Das Endspiel findet erneut in East Rutherford, New York, statt.

Kaufen Sie Karten nur über offizielle Plattformen

Die Verbraucherzentralen raten dringend dazu, WM-Karten nur über offizielle Verkaufsplattformen oder autorisierte Anbieter zu kaufen. Vorsicht ist beim Zweitmarkt geboten, wo Tickets häufig zu stark überhöhten Preisen angeboten oder mehrfach verkauft werden. Auch gefälschte oder ungültige Tickets kursieren dort. Außerdem: Finger weg von Angeboten in sozialen Netzwerken, auf Kleinanzeigenplattformen oder in Messengerdiensten – vor allem bei Zahlungsmethoden wie Überweisung oder PayPal „Freunde und Familie“.

Seit dem 22. April 2026 gibt die Fifa neue Kartenkontingente auf „fifa.com/tickets“ frei. Im Rahmen der „Last-Minute-Verkaufsphase“ werden bis zum Ende des Turniers weitere Karten zur Verfügung gestellt. Bis zum Endspiel, das am 19. Juli stattfinden wird, sollen je nach Verfügbarkeit „laufend weitere Tickets“ für alle 104 Spiele angeboten werden. Da sich die Preise an der Nachfrage orientieren, müssen Interessierte derzeit mit rund 1500 Dollar pro Ticket rechnen – und das ist noch günstig.

Was bei der Einreise ebenfalls für Ärger sorgen kann, sind gefälschte Fan- und Sportartikel. Wer Plagiate in Shops bestellt, die mit Begriffen wie „authentic“ oder „Player Version“ werben, riskiert nicht nur schlechte Qualität und Schadstoffe in den Textilien, sondern unter Umständen auch Probleme mit dem Zoll. Vorsicht also bei unrealistisch hohen Rabatten, fehlenden Impressumsangaben oder unbekannten Internetseiten. Manche Fakeshops liefern überhaupt keine Ware.

Gewöhnen Sie sich an 20 Prozent Trinkgeld 

Gewöhnungsbedürftig ist die Trinkgeldkultur in den USA und teilweise auch in Kanada. 20 Prozent der Rechnung sind dort üblich. In beiden Ländern gehören Trinkgelder zum festen Einkommensbestandteil. Entsprechend hoch sind die Erwartungen, die man – um Missverständnisse zu vermeiden – erfüllen sollte. Bei den Trinkgeldoptionen auf dem Kartenlesegerät lohnt es sich, genau hinzuschauen, denn selbst 40 Prozent werden dort manchmal zur Auswahl gestellt.

In manchen Bereichen ist ein Besuch in den USA aber auch entspannend – etwa bei Unterkünften. Wenige Wochen vor Turnierstart merken die Hotelbetreiber in den US-Austragungsstädten kaum etwas von einem Ansturm durch Fußballfans. In der Branche war teils sogar von einem „Nicht-Event“ die Rede, wie es beim Branchenverband AHLA heißt. Vermutlich dürfte die gute Verfügbarkeit auch damit zu tun haben, dass derzeit wenige Touristen in die USA kommen. Allein aus Deutschland sind die US-Reisen um bis zu 20 Prozent eingebrochen. Deshalb könnte zumindest bei der Unterbringung ein Schnäppchen zu finden sein.

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