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Fußball-Champions-League 2012 ZDF schnappt Sat.1 die Übertragungsrechte weg


Das ZDF wird neuer Champions-League-Sender ab 2012. Der Coup des Zweiten sorgt bei der privaten TV-Konkurrenz für mächtig Ärger. RTL kritisiert den Deal als Gebührenverschwendung, Sat.1 droht gar mit einer Klage.

Das ZDF hat der ProSieben-Tochter Sat.1 die heiß begehrten TV-Rechte für die Champions-League weggeschnappt. Ab 2012 werden die Fußballspiele auf dem öffentlich-rechtlichen Sender gezeigt, wie das ZDF am Dienstag mitteilte. Insgesamt dürften je Spielzeit 18 Begegnungen live ausgestrahlt werden. Zusätzlich laufen auch die Qualifikationsspiele und der Supercup beim Zweiten. Wie viel der europäische Fußballverband Uefa für die Rechte kassiert, verriet das ZDF nicht.

Die Matches der Fußball-Königsklasse sind ein Zuschauermagnet. Für die Mainzer war der Zuschlag besonders wichtig, da sie auf andere Übertragungsrechte, etwa für Boxen oder die Tour de France, verzichtet haben. Mit den Fußball-Spielen sollen die Sportfans wieder angelockt werden. Rückenwind dafür bekommt das ZDF auch von der Uefa. Ab 2012 können bis zu vier deutsche Vereine in der Champions League kicken - bislang waren es höchstens drei. Den Zuschlag für die PayTV-Rechte hat abermals der Münchner Abo-Sender Sky erhalten.

Leer geht hingegen der Sender Sat.1 aus, der die Spiele derzeit noch im Programm hat. "Für Sat.1 werden wir uns jetzt um andere Spitzenfußballrechte bemühen", sagte Prosieben-Fernsehvorstand Andreas Bartl. Anleger setzten die Aktie des Konzerns aber auf dem Verkaufszettel: Das MDax-Papier verlor gut ein Prozent auf 20,83 Euro.

Reuters/DPA DPA Reuters

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