Erlebnis Erde: Deutschland, deine Gärten mit Maria Furtwängler
Mehr als getrimmter Rasen: Maria Furtwängler bereist die Gärten der Deutschen

  • von Maximilian Haase
In der aktuellen Ausgabe von "Erlebnis Erde" reist Schauspielerin Maria Furtwängler durch die Gärten Deutschlands.
In der aktuellen Ausgabe von "Erlebnis Erde" reist Schauspielerin Maria Furtwängler durch die Gärten Deutschlands.
© NDR/Herbert Ostwald/Längengrad Filmproduktion
Das Schöne liegt so nah: In der neuen Folge der ARD-Dokureihe "Erlebnis Erde" begibt sich Schauspielerin Maria Furtwängler auf eine Reise durch die Gärten der Republik. Dabei trifft sie auf vielfältige Paradiese und viel Potenzial für Klimaschutz, auf Eckhart von Hirschhausen und ihre eigene Mutter.

Normalerweise nimmt die Dokureihe "Erlebnis Erde" ihr Publikum mit in die Wüsten und Regenwälder des Planeten, zu den Walen und Nashörnern, bisweilen auch zu Natur- und Tierschützern. Manchmal aber zeigt das langlebige ARD-Format, dass das Schöne und Gute doch so nah liegt: Während die heimische Flora und Fauna öfter Thema ist, geht es in der neuen Ausgabe "Deutschland, deine Gärten" nun um die menschengeschaffenen grünen Oasen der Republik. Porträtiert werden die mannigfaltigen Mini-Paradiese von Schauspielerin Maria Furtwängler, die sich auf eine Reise durch die deutschen Gärten begeben und dabei mit deren Besitzerinnen und Besitzern gesprochen hat.

Schon seit Jahren engagiert sich Furtwängler für den Schutz von Umwelt und Natur, 2024 drehte sie bereits ihre erste "Erlebnis Erde"-Doku über den Schutz der heimischen Insekten. Letztere spielen auch diesmal eine Rolle, schließlich geht es der 59-Jährigen vor allem um den naturnahen Garten als Ort der Artenvielfalt. Während das Klischee den deutschen Schrebergarten mit korrekt getrimmtem Rasen vor Augen hat, zeigt der Film von Regisseur Herbert Ostwald die gesamte Bandbreite auf: Gärten dienen der Erholung, dem Spiel und den klassischen Grillfesten, können (und sollten) aber auch Lebensräume für bedrohte Pflanzen und Tierarten sein.

Maria Furtwängler besucht den Garten ihrer Mutter

Allein die Zahlen verdeutlichen, welche gewichtige Rolle der Garten hierzulande spielt: Rund 17 Millionen Privatgärten bedecken etwa eine Fläche von 9.000 Quadratkilometern, selbst die hiesigen Nationalparks kommen zusammen nicht auf diese Zahl. Und so zahlreich die Gärten, so groß deren Vielfalt: Maria Furtwängler reiste mit der Kamera durch die ganze Republik, um die Gärten des Landes in Augenschein zu nehmen. Von Berlin nach München, aus dem Rheinland bis nach Leipzig, wo 1865 der erste Schrebergartenverein gegründet wurde.

Auf ihrer Reise trifft die "Tatort"-Darstellerin neben Artenvielfalt-Expertinnen wie der Biologin Kim Mortega unter anderem auch Dr. Eckart von Hirschhausen, der auf einem grünen Krankenhausdach die Vorzüge der Gärten für den menschlichen Körper und die psychische Gesundheit erläutert. Gerade in den Städten, so die Doku, bieten naturnahe Gärten Rückzugsräume für verschiedene Arten, schützen aber auch die Menschen vor der zunehmenden Hitze in der Betonwüste.

Wie das ganz praktisch gelingen kann, zeigt der Film natürlich auch: So werden graue Schottervorgärten dank kommunaler Förderung renaturiert, Dächer begrünt und für die Insekten Wildblumenwiesen in Kleingartenanlagen angelegt. Dass dabei auch moderne Technik und Smartphone-Apps helfen können, beweist Maria Furtwängler zusammen mit ihrer Mutter, die sie in ihrem Garten besucht: Mit automatisierten Kameras zeigen sie auf, dass auch größere Tiere, vom Igel über den Marder bis zum Fuchs, mitten in der Nacht durch die Gärten der Stadt streifen. Eines illustriert diese "Erlebnis Erde"-Folge jedenfalls: Jenseits aller Stereotype dienen die Gärten der Deutschen auch dem Tier-, Natur- und Klimaschutz.

Erlebnis Erde: Deutschland, deine Gärten mit Maria Furtwängler – Mo. 20.04. – ARD: 20.15 Uhr

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