Kinostart „Scary Movie 6“
Rückkehr der Kultreihe

Marlon Wayans als Shorty in „Scary Movie 6“.
Marlon Wayans als Shorty in „Scary Movie 6“.
© Paramount Pictures Photo/Quantrell Colbert

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„Scary Movie“ gehörte zu den beliebtesten Komödien der 2000er Jahre. Der sechste Teil der Reihe kommt jetzt nach langer Pause in die Kinos.

Ein kleines Mädchen liest in einer Schulklasse eine Geschichte über eine Ente vor. Auch der US-Präsident, gespielt von Comedy-Legende Leslie Nielsen, ist an diesem Tag zu Gast in der Schule. Ein Mitarbeiter flüstert ihm ins Ohr: "Mr. President, wir haben eben erfahren, dass Aliens den Planeten angreifen. Sie werden uns alle töten." Der Präsident entgegnet: "Verstehe. Ich kümmere mich gleich darum, aber erst will ich wissen, was mit der Ente passiert."

Eine ganz typische Szene aus "Scary Movie 4", erschienen im Jahr 2006, und auch typisch für die gesamte, im Jahr 2000 begonnene "Scary Movie"-Filmreihe. Denn in dem Franchise, dessen sechster, schlicht wieder "Scary Movie" betitelter Teil am 4. Juni in den deutschen Kinos erscheint, werden seit jeher nicht nur Horrorfilme genüsslich durch den Kakao gezogen und parodiert, auch anderweitige Filmerfolge wie etwa "Matrix" in "Scary Movie 1" oder "3 Engel für Charlie" in Teil zwei werden persifliert - oder aber aktuelle politische und gesellschaftliche Events wie eben die eingangs beschriebene Szene über den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush, der bekanntermaßen sieben lange Minuten verstreichen ließ, bis er auf die Terrorangriffe vom 11. September 2001 reagierte.

KI und Donald Trump kriegen ihr Fett weg

Der neue "Scary Movie"-Film gehört zur Kategorie der sogenannten "Legacy"-Sequels. Dabei werden die Figuren und Darsteller der Originalfilme mit einer neuen Generation und aktuellen Themen zusammengeführt.

Vor dem Kinostart kündigten die Hauptdarsteller, Produzenten und Drehbuchautoren Shawn (55) und Marlon Wayans (53) an, zahlreiche Entwicklungen und Debatten der vergangenen Jahre satirisch aufzugreifen. Genannt wurden unter anderem die Corona-Pandemie, die #MeToo-Bewegung, ChatGPT, die Epstein-Akten, OnlyFans, Live-Streamer, Razzien der US-Einwanderungsbehörde ICE, der Sturm auf das Kapitol 2021 sowie das Rap-Duell zwischen Kendrick Lamar und Drake.

Auch Horrorerfolge der vergangenen Jahre wie "Get Out", "Longlegs", "Blood & Sinners" oder die Netflix-Serie "Wednesday" kriegen ihr Fett weg - neben anderen aktuellen Filmen wie etwa dem erst im April dieses Jahres erschienenen Michael-Jackson-Biopic "Michael".

Pennäler-Humor und "Die nackte Kanone"-Vibes

Daneben gibt es im aktuellen Film ein Wiedersehen mit nahezu sämtlichen Stars der Filmreihe. Neben Anna Faris (49) und Regina Hall (55), die zum ersten Mal seit "Scary Movie 4" aus dem Jahr 2006 wieder mitspielen, sind das auch die eben schon erwähnten Wayans-Brüder Marlon und Shawn.

Die ersten beiden "Scary Movie"-Filme tragen unverkennbar die Handschrift von Shawn und Marlon Wayans. Während ihr Bruder Keenen Ivory Wayans Regie führte, lieferten sie die Idee und die Drehbücher zur Parodie auf Horror-Erfolge wie Scream und I Know What You Did Last Summer. Umso schmerzlicher war für die Brüder, was anschließend mit dem Franchise geschah.

Bei Teil drei entrissen ihnen die Weinstein-Brüder Bob und Harvey, die "Scary Movie" unter ihrem Dimension-Label produzierten, die kreative Kontrolle über das Franchise. Shawn und Marlon fühlten sich beraubt, wie sie später selbst zu Protokoll gaben, obwohl im Rückblick betrachtet auch der von den Weinsteins engagierte "Die nackte Kanone"-Regisseur David Zucker (78) bei "Scary Movie 3 und 4" einen überaus ordentlichen Job machte.

Bleibt nur zu hoffen, dass der neue, sechste Teil der Filmreihe ein wenig mehr Slapstick-Humor und Parodie bietet und eher an grandiose Genre-Vorgänger wie "Die nackte Kanone" anschließt als die sich oft in Sex- und Pubertätswitzen ergehenden Teile eins und zwei der Filmreihe.

Die Wayans-Brüder versprachen vorab über "Scary Movie 6": "Wir machen das, was wir immer machen. Wir machen uns über alle lustig, denn wir beleidigen alle gleichermaßen."

SpotOnNews

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