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Umstrittene Medizintechnik Arte sorgt für "Hirnstimulation"


Bei einigen Parkinsonpatienten konnte der sogenannte "Hirnschrittmacher" Erfolge aufzeigen. Dies hat allerdings einen Preis. Arte hinterfragt die moralischen Dilemma dieser Behandlungsmethode.

Man weiß nicht genau, wie sie funktioniert, trotzdem wird die tiefe Hirnstimulation bei Parkinson-Patienten sehr erfolgreich angewandt. Dabei werden zwei Elektroden im Gehirn implantiert und mit einem Impulsgeber verbunden, der einem Herzschrittmacher ähnelt. Neurochirurgen und Psychiater wollen jetzt herausfinden, ob der "Hirnschrittmacher" auch Patienten mit Zwangsstörungen helfen kann, bei denen andere Therapien versagen.

Die Dokumentation "Hirnstimulation - Hilfe bei Zwangsstörungen", die ARTE am Donnerstag, 28. Juni, um 22.50 Uhr, in der Erstausstrahlung zeigt, begleitet zwei Patienten auf ihrem Weg zu einem selbstständigeren Leben und stellt auch die Frage nach der ethischen Vertretbarkeit der Therapie.

Denn die elektrischen Impulse im Gehirn beeinflussen auch die Persönlichkeit der Patienten, wie Professor Alim-Louis Benabid, der Begründer des Verfahrens, einräumt. Tatsächlich beobachten die Familien der Betroffenen nach der Operation Veränderungen. Doch was überwiegt, die Vorteile oder die Risiken?

ono/Teleschau TELESCHAU

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