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"Controlling Britney Spears" Abhör-Wanzen, ständige Kontrolle: Schockierende Details aus Britney Spears' Alltag

Britney Spears
Britney Spears kämpft gegen ihre Vormundschaft
© Kay Blake / Picture Alliance
Die Dokumentation "Controlling Britney Spears" offenbart schlimme Details aus dem fremdbestimmten Alltag der Sängerin. 

Es wird immer ersichtlicher, dass sich selbst die schlimmsten Befürchtungen der "Free Britney"-Anhänger bestätigen. Die neue Dokumentation "Controlling Britney Spears" von der "New York Times" offenbart schockierende Details über den Alltag und das Ausmaß der Fremdbestimmung, unter der Spears seit mehr als zehn Jahren leidet. 

Britney Spears: Telefongespräche sollen kontrolliert worden sein

So wurde Spears' Telefon überwacht, mitgehört, Gespräche aufgezeichnet. Zuständig für die Rundum-Überwachung soll das Unternehmen Black Box Security gewesen sein. Ein ehemaliger Mitarbeiter, Alex Vlasov, verrät in der Doku die Hintergründe. Ihm zufolge seien selbst Spears' "intime Beziehungen genau überwacht" worden. Nichts ging an ihrem Vater und Vormund Jamie Spears vorbei. "Es erinnerte mich wirklich an jemanden, der im Gefängnis war", sagt Vlasov in dem Film. Offenbar soll auch das Schlafzimmer der Musikerin verwanzt gewesen sein, sodass jedes private Gespräch aufgezeichnet und kontrolliert werden konnte. 

Dem Magazin "Vulture" erklären Experten, wie legal eine solche Handhabe in Vormundschaftsfällen ist. So sagte Tamar Arminak, die Betroffene vertritt, alles hinge davon ab, was das Gericht in Britneys Fall genehmigt hat. "Und das ist schwer herauszufinden, weil alles, was im Rahmen der Vormundschaft von Anfang an getan wurde, im Geheimen geschah und nicht in den Akten festgehalten wurde. Das ist das Problem mit dem Gericht, das alles hinter verschlossenen Türen macht - obwohl private Details von Britneys Leben auf diese Weise privat bleiben, bleibt alles andere, was der Vormund tut, auch geheim und immun gegen Kontrolle", erklärte sie. 

Wanzen im Schlafzimmer

Doch dass selbst Spears' Schlafzimmer kein sicherer Ort für sie war, schockierte die Expertin. "Jegliche Kommunikation zwischen ihr und ihrem Anwalt sollte tabu sein. Und es gibt sicherlich keine Entschuldigung dafür, Aufnahmegeräte jeglicher Art in ihrem Schlafzimmer zu platzieren", sagte Arminak. "Ehrlich gesagt ist das für mich als Anwältin und als Frau erschreckend zu lesen." Die Security-Firma bestritt "Vulture" gegenüber, dass Aufnahmen gemacht wurden. 

"Britney vs Spears" Dokuserie startet auf Netflix

Die Doku enthüllt auch die Druckmittel von Britneys Vater Jamie und seinem Team: Spears' Kinder. "Wenn sie sich ein wenig wehrte, wurden sie noch härter," verriet Britneys Outfit-Verantwortliche Tish Yates. "Dann wurde das Geschrei lauter. Und dann kam Jamie und sagte: 'Nein, das kriegst du nicht', und dann eskalierte es, bis sie die Jungs nicht bekam."

Seit Jahren fragen sich Britneys Fans, wieso die Sängerin nicht aus der Vormundschaft ausbrechen kann. Stimmen die Enthüllungen aus "Controlling Britney Spears", bekommt man eine Vorstellung davon, wie schwer der Kampf gegen ihren Vater für die 39-Jährige ist. Mittlerweile hat Jamie Spears verkündet, als Vormund zurückzutreten. Am kommenden Mittwoch steht der nächste Termin vor Gericht an.

Quelle: "Vulture"

ls

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