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Vater abgesetzt Britney Spears: Warum die Vormundschaft nicht beendet wurde – und die Sängerin davon profitiert

Britney Spears
Britney Spears konnte vor Gericht einen großen Erfolg feiern
© Evan Agostini / Picture Alliance
Am Mittwoch wurde Britney Spears' Vater Jamie als ihr Vormund abgesetzt. Die Vormundschaft selbst bleibt jedoch bestehen – vorerst. Warum das für die Sängerin von Vorteil ist.

Erleichterung bei allen, die für Britney Spears' Freiheit gekämpft haben. Am Mittwoch entschied ein Gericht in Los Angeles, dass der Vater der Sängerin, Jamie Spears, mit sofortiger Wirkung als Vormund abgesetzt wird. Britney ist frei – so die Freudenrufe ihrer Fans. Doch ganz frei ist die 39-Jährige noch nicht. 

Britney Spears ist frei – doch nicht ganz

Denn die Vormundschaft, die vor 13 Jahren ins Leben gerufen wurde, bleibt weiterhin bestehen. Und das auf Wunsch von Spears' Anwalt Mathew Rosengart. Denn Jamie Spears Verteidigerin, Vivian Thoreen, hatte für die andere Lösung plädiert: Nicht Jamie wird suspendiert, sondern die Vormundschaft als gesamtes Konstrukt.

Das hat einen pikanten Hintergrund: Indem Jamie Spears rausgeworfen wurde, haben Britney und ihr Anwalt die Möglichkeit, all seine Dokumente der vergangenen 13 Jahre einzusehen, ausgenommen seiner Kommunikation mit seinen Verteidigern. Nur so können sie nachvollziehen, ob und welche Fehler er gemacht hat zum Leid seiner Tochter. 

Nächster Termin im November

Was passiert als Nächstes? Für den 12. November ist ein Folgetermin vor Gericht veranlasst worden. Und die Zeit bis dahin wird von Spears' Anwalt höchstwahrscheinlich intensiv genutzt. Da Jamie Spears für die Finanzen seiner Tochter zuständig war und diese verwaltet hat, werden jetzt alle seine Machenschaften und Schritte nachverfolgt. Wenn Britneys' Vertreter rausfinden, dass beispielsweise Geld veruntreut wurde, kann Jamie Spears dafür zur Rechenschaft gezogen werden. 

Darüber hinaus wird Mathew Rosengart einen Antrag auf Beendigung der Vormundschaft formulieren, der der Richterin im November vorgelegt wird. Eine Frage bleibt derzeit noch ungeklärt. Wie Britney vor Gericht im Juni selbst gesagt hatte, möchte sie eine weitere psychologische Evaluation vermeiden. Sie sei jahrelang dazu gezwungen worden und wolle einfach ihre Freiheit genießen. Ob die Richterin Brenda Penny jedoch zulässt, die Vormundschaft ohne gesundheitliches Gutachten zu beenden, das ist fraglich. 

Größter Erfolg

Den größten Erfolg kann Britney Spears allerdings schon jetzt feiern, obwohl sie weiterhin unter Vormundschaft steht. Denn sie ist ihren Vater los. Er habe seine Rechte missbraucht und seine Tochter ausgenutzt, ließen Britney und ihr Anwalt im Sommer verlautbaren. Britney habe Angst vor Jamie Spears. Im Juni sagte sie selbst, all jene, die verantwortlich sind für die Vormundschaft, sollten ins Gefängnis kommen. 

ls

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