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Britney Spears: Mein Bauch gehört mir

Britney Spears hat sich entblößt. Mit nacktem Babybauch posiert der Pop-Stern jetzt auf dem Titel eines US-Magazins - dabei hatte Spears erst kürzlich unter Tränen um mehr Privatsphäre gebeten.

Nackt und schwanger reckt Pop-Prinzessin Britney Spears derzeit ihren Bauch vom Titel des amerikanischen Magazins "Harper's Bazaar". Die Brüste bedeckt sie mit ihren Händen, die nackten Beine sind über einander geschlagen und in ihrem Dekollete prangt eine monströse Kette mit schwarzen Edelsteinen. "Nichts anzuziehen?", fragt die Schlagzeile und empfiehlt gleich darauf: "487 beste neue Ideen im Heft." Mit ihrer nackten Offensive befindet sich Spears in bester Gesellschaft: Schauspielerin Demi Moore hatte den nackten Schwangeren-Reigen 1991 auf dem Cover von "Vanity Fair" eröffnet, mit Silvana Koch-Mehrin war 2005 im stern sogar eine deutsche Politikerin gefolgt. Dabei ist die öffentliche Schau des Spears'schen Babybauches durchaus überraschend, hatte die Pop-Diva doch erst kürzlich um mehr Privatsphäre gebeten.

In der amerikanischen "Today-Show" flehte sie die Paparazzi an, ihre Familie endlich allein zu lassen. "Wir sind auch Menschen, die ihre Privatsphäre brauchen", sagte sie heulend dem Interviewer, der sie zu Hause besuchte. Dann beklagte sie sich über die vielen frei erfundenen Geschichten, in denen behauptet wurde, Ehemann Kevin Federline wohne im Keller und überhaupt sei es um ihre Ehe schlecht bestellt. Vielmehr, sagte Spears, leiste ihr Mann ihr Gesellschaft und unterstütze sie, wo er nur könne. Und dies sei auch nötig, schließlich sei sie derzeit ein emotionales Wrack. Mit Schuld daran seien die negativen Schlagzeilen, die sie immer wieder als schlechte Mutter darstellten.

Baby links, Drink rechts

Ganz aus der Luft gegriffen waren diese Darstellungen indes nicht: Erst waren Mutter und Kind gemeinsam hinterm Lenkrad fotografiert worden, dann ließ eine Nanny den Kleinen aus seinem Kinderstuhl fallen, woraufhin der Sohn mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus musste. Kurz darauf brauste Britney wieder über den Highway, diesmal saß das acht Monate alte Baby zwar im Kindersitz, der jedoch war verkehrt herum festgeschnallt. Und wenige Wochen später kippte Preston dann fast aus dem Arm der eigenen Mutter. Alles fotografisch dokumentiert, samt dem Glas, das Spears in der anderen Hand balancierte und dem Bodyguard, der Prestons Köpfchen in letzter Minute auffing.

Die Kritik, die daraufhin an Spears mütterlichen Fähigkeiten laut wurde, traf auf immer neue Gerüchte um ihre Ehe mit Kevin Federline. Der ehemalige Backgroundtänzer, der bereits zwei Kinder aus erster Ehe hat, war in regelmäßigen Abständen beim Feiern mit Freunden fotografiert worden, gemeinsame Bilder mit Frau und Sohn fanden sich selten. Vermeintliche Freunde verkündeten in regelmäßigen Abständen ein Ende der Ehe und auch Britneys Mutter soll sich nicht mit Kritik an ihrem Schwiegersohn zurückhalten.

Selbst ist die Mutter

Ob es Trotz oder Vernunft war, Spears holte sich einfach einen neuen Mann ins Haus und engagierte Ex-Matrosen Perry Taylor als neues Kindermädchen. Das Klatsch-Magazin "Star" beschrieb Taylor als "Britneys neuen sexy Ersatz-Ehemann", der gut mit Kindern zurechtkomme und im Gegensatz zu Kevin immer da sei, wenn er gebracht werde. Derweil verkündete der namibische Tourismus-Minister, Spears habe sich zur Geburt angemeldet, was deren Sprecherin umgehend dementierte.

Es mag allzu verständlich sein, dass eine öffentliche Person wie Britney Spears sich mehr Privatsphäre wünscht, gerade während ihrer Schwangerschaft. Aber ob die öffentliche Verkündung der Schwangerschaft in der Talk-Show von David Letterman dem Rummel abträglich war, darf genauso bezweifelt werden, wie dass die Veröffentlichung des Nacktfotos das Interesse um ihre Person abflachen lässt. Viele Paparazzi haben bereits einige tausend Dollar mit intimen Spears-Fotos verdient, aber vielleicht hat dieser nackte Babybauch sich diesmal für die Besitzerin selbst ausgezahlt.

Claudia Pientka