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Cora Schumacher: Wer hat die Bananen geklaut?

Bananen und China-Suppen kommen bei Familie Schumacher auf den Tisch. Eine Information, die sie der Öffentlichkeit gern erspart hätte. Angeblich. Denn nicht Cora und Ralf, sondern die Haushälterin soll solch private Details ausgeplaudert haben - und deshalb 80.000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Von Julia Mäurer

Am Ende geht es nur um Bananen. Und Gesichtscreme, die im Handel rund zwei Euro das Stück kostet. Details aus dem Familienleben der Schumachers. Die eigentlich keiner wissen sollte, aber im Zuge eines Streits mit der Hausangestellten an die Öffentlichkeit gelangten.

Zur Erinnerung: Rund rund sechs Wochen ist es jetzt her, dass handgeschriebene Zettel aus dem Hause Schumacher in einer Zeitung auftauchten. "Wo sind schon wieder die ganzen Bananen?", war darauf zu lesen. Oder, "Für alle! Finger weg von unseren Sachen!" und "China-Suppen nur für Schumachers".

Bananen und China-Suppen gibt es also im Hause Schumacher. Dass darüber jeder redet, daran trägt nach Ansicht von Cora eine Schuld: die Haushälterin. Sie habe private Angelegenheiten ausgeplaudert und damit gegen eine Verschwiegenheitsklausel in ihrem Arbeitsvertrag verstoßen, so der Vowurf. Deshalb ziehen die Schumachers nun sogar vor Gericht und fordern Schadensersatz. Insgesamt 80.000 Euro. Ne Menge Geld. Dafür könnte sich Frau Schumacher 50.000 Kilo Bananen kaufen. Circa 1,60 Euro kostet das Kilo in einem deutschen Supermarkt.

Schadensersatzklage wurde abgelehnt

Daraus wird wohl leider nix. Keinen Cent billigte das Gericht den Schumachers im Bananen-Battle zu. Stattdessen einigte man sich auf einen Vergleich: Die Hausangestellte muss ihre Aussagen zurückziehen, sich entschuldigen und verpflichten in Zukunft kein Wort mehr über ihre prominenten Ex-Arbeitgeber zu verlieren.

Im Streit waren es der Wort zuviel, denn die Haushälterin beteuerte stets felsenfest, niemals auch nur eine Banane angerührt zu haben. Sie sei nervlich schon völlig am Ende und musste sich in ärtzliche Behandlung zu geben, war in der "Bild"-Zeitung zu lesen. Ihren Dienst bei den Schumachers hatte sie im vergangenen Jahr nach dreijähriger Anstellung quittiert. Es war wohl nicht immer das beste Verhältnis, denn bereits Mitte 2007 hatte die Putzfrau Klage eingereicht. 14.000 Euro Lohn seien ihr die Schumachers noch schuldig. Damals konnte man den Streit außergerichtlich schlichten.

Der Gang vors Gericht ist für die Schumachers nichts Neues. Nach ihrer Heirat mit Ralf im Jahr 2001 gerieten Erotikfotos von Cora an die Öffentlichkeit. In jungen Jahren aalte sich Cora, damals hieß sie noch Caroline Brinkmann, vor der Linse des Fotografen Jens Brüggemann. Denn Cora, und das hätte sie der Öffentlichkeit gern verschwiegen, arbeitete als Erotikmodel bevor sie Ralf Schumacher kennenlernte. Schumacher ist in Deutschland kein unbekannter Name und so spannte Cora ihren Ehemann dafür ein, die Veröffentlichung der Fotos zu verhindern. Ohne Erfolg. Es kam zum Prozess, den Brüggemann gewann.

Nun sollen sich die beiden nicht so anstellen, denkt man jetzt. Immerhin plante Ralf Schumacher 2004 den Einstieg als 50-Prozent-Teilhaber an einer Firma, die zur anderen Hälfte dem Erotikunternehmen Beate Uhse Österreich gehört. "Porno-Ralle" wurde er deshalb genannt und musste allerei Hohn und Spott über sich ergehen lassen. Besonders böse meinte es TV-Komiker Stefan Raab, der sich über das Ehepaar Schumacher mokierte. Am Ende hat Ralf, richtig, geklagt, und sein Investment in die Holding gestoppt. Die ganze Sache wurde wohl doch zu schlüpfrig.

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