Jackson-Prozess Richter lehnt Computermaterial ab


Im Missbrauchsprozess gegen Michael Jackson hat die Verteidigung einen Sieg errungen. Nach richterlicher Entscheidung werden Computer mit pornografischen Webseiten nicht als Beweismittel zugelassen.

Die in der Villa von Michael Jackson beschlagnahmten Computerdaten sind nach Einschätzung des Richters für das Verfahren wegen Kindesmissbrauchs ohne Bedeutung. Die Daten aus dem Internet könnten vom Browser automatisch gespeichert worden sein, befand Richter Rodney Melville. Auch gebe es keine Möglichkeit um festzustellen, wer das Material tatsächlich angeschaut habe.

Richter Melville folgte damit im Wesentlichen der Argumentation der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft wollte das Material in die Beweiserhebung einbringen und erklärte, auf drei Computern der Jackson-Villa Neverland seien Daten von Web-Seiten für Erwachsene gefunden worden. Neben dem Computermaterial wurden auch zahlreiche Magazine und Videos mit Sexszenen beschlagnahmt. Der 46-jährige Popstar wird beschuldigt, im Februar oder März 2003 einen 13-jährigen Jungen auf seinem Anwesen missbraucht zu haben.

Unterdessen erklärte ein Hotelbesitzer in Las Vegas, er wolle Jackson für mehrere Konzerte engagieren. Der Besitzer des New Frontier Hotels, Phil Ruffin, und sein Partner Jack Wishna hätten angefragt, ob Jackson bei ihnen auftreten wolle, berichtete das Magazin "US Weekly". Trump und Ruffin bauen derzeit in der Spielerstadt ein neues Hotel; sie sind auch Partner des Geschäftsmanns Donald Trump.

AP/DPA AP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker