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John Travolta: Prozess um versuchte Erpressung geplatzt

Eine Senatorin und ein Sanitäter sollen versucht haben, John Travolta nach dem Tod seines Sohnes um 25 Millionen Dollar zu erpressen. Der Schauspieler zog vor Gericht. Nun ist der Prozess auf Wunsch Travoltas überraschend beendet worden.

Ein Prozess um eine angeblich versuchte Erpressung von US-Filmstar John Travolta nach dem Tod seines Sohnes Jett ist geplatzt. Ein Richter auf den Bahamas ließ die Anschuldigungen gegen die beiden mutmaßlichen Erpresser fallen. Travolta hatte zuvor erklärt, er wolle nicht mehr an dem Verfahren teilnehmen, weil es für ihn zu schmerzhaft sei, die Umstände des Todes seines Sohnes erneut zu durchleben. "Die Familie Travolta hat mitgeteilt, dass ihr das Verfahren zu viel Stress und Leid zugefügt hat und sie es deshalb hinter sich lassen will", erklärte der zuständige Staatsanwalt Neil Braithwaite nach einem Bericht der "New York Daily News". Travolta hatte den Angeklagten vorgeworfen, von ihm 25 Millionen Dollar verlangt zu haben, um die Veröffentlichung von Informationen zum Tod seines Sohnes Jett zu verhindern.

Der 16-jährige Jett war im Januar 2009 während eines Familienurlaubs auf den Bahamas gestorben. Er hatte seit seiner Kindheit an epileptischen Anfällen gelitten. Travolta hatte die ehemalige Senatorin der Bahamas, Pleasant Bridgewater, und den Rettungssanitäter Tarino Lightbourne beschuldigt, ihn mit angeblich belastendem Material zu seiner Mitschuld am Tod des Sohnes erpresst zu haben. Laut Polizei wollten sie dazu ein Dokument nutzen, in dem Travolta eine Behandlung seines Sohnes in einem lokalen Krankenhaus abgelehnt haben soll. Der angeklagte Sanitäter Lightbourne hatte Travoltas Sohn nach dessen Krampfanfall behandelt.

Im vergangenen Oktober musste ein erster Prozess gegen Bridgewater und Lightbourne abgebrochen werden, weil während des Verfahren vertrauliche Informationen veröffentlicht wurden. Bridgewater und der Sanitäter erklärten nach der Entscheidung des Richters, sie seien erleichtert, dass die Vorwürfe gegen sie nun fallengelassen worden seien. Sie hatten immer ihre Unschuld beteuert.

AFP/DPA/APN / DPA
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