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Pleite: Borg muss Wimbledon-Pokale versteigern

Der Tennis-Held der 70er Jahre, jetzt ist er offenbar pleite: Um an Geld zu kommen, will Björn Borg seine fünf Wimbledon-Pokale und die Schläger versteigern lassen.

Der fünfmalige Wimbledon-Gewinner Björn Borg, 49, aus Schweden will wegen angeblich akuter Geldprobleme alle Siegerpokale von dem Londoner Grand-Slam-Tennisturnier verkaufen. Borg sagte der Zeitung "Aftonbladet": "Ich brauche langfristig finanzielle Sicherheit für diejenigen, die mir nahe stehen." Als Hintergrund nannte das Blatt eine erneute Klage auf Schadenersatz über elf Millionen Kronen (1,3 Millionen Euro) durch einen früheren Geschäftspartner von Borg.

Neben den Pokalen für seine fünf Wimbledon-Siege zwischen 1976 und 1980 will der Schwede auch die Schläger versteigern lassen, die er bei seinem ersten Sieg auf dem "Heiligen Rasen" und beim legendären letzten Endspiel-Triumph in fünf Sätzen über den Amerikaner John McEnroe benutzt hatte. "Es ist natürlich nicht leicht, sich von diesen Trophäen zu trennen, die meine unwahrscheinlichen Anstrengungen aus dieser Zeit symbolisieren", sagte Borg.

Bei geschäftlichen Aktivitäten nach dem Ende seiner Tenniskarriere machte Borg immer wieder negative Schlagzeilen durch Misserfolge und Gerichtsklagen von Partnern, die sich übers Ohr gehauen fühlten. Unter anderem hatte Borg eine eigene Modelinie gestartet, die aber floppte.

DPA / DPA