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Rise Against Joe Biden macht einen "großartigen Job"

Rise Against (v.l. Joe Principe, Tim McIlrath, Brandon Barnes und Zach Blair) veröffentlichen ihr neues Album "Nowhere Generat
Rise Against (v.l. Joe Principe, Tim McIlrath, Brandon Barnes und Zach Blair) veröffentlichen ihr neues Album "Nowhere Generation".
© Jason Siegel
Rise Against positionieren sich gerne politisch. Gitarrist Zach Blair erzählt, warum US-Präsident Joe Biden "einen großartigen Job" macht.

Zweimal konnten Rise Against in den vergangenen zehn Jahren schon den deutschen Chartthron erklimmen, ihr neues Album "Nowhere Generation", das am 4. Juni erscheint, bietet nun eine neue Chance. Schon seit Beginn ihrer Karriere Ende der 90er Jahre setzt sich die Band für den Tierschutz und ein Leben ohne Alkohol und Drogen ein. Auch für ihre politischen Äußerungen sind die Punkhelden bekannt.

Gitarrist Zach Blair (46) spricht im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news über die Spaltung der US-amerikanischen Bevölkerung und die Präsidentschaft von Joe Biden (78). "Wenn Trump noch im Amt wäre, dann wären wir immer noch eingesperrt", ist sich der Musiker mit Blick auf die Corona-Pandemie sicher.

In den vergangenen zehn Jahren haben es in Deutschland zwei Ihrer Alben an die Spitze der Charts geschafft. Was verbinden Sie mit Ihren deutschen Fans?

Zach Blair: Unterstützung! Wir könnten nicht begeisterter und verliebter in unsere deutsche Fanbase sein. Das macht einen wirklich demütig.

Sie sind als Main Act für die Festivals Southside und Hurricane bestätigt. Wie sehr freuen Sie sich schon darauf, wieder große Konzerte spielen zu können?

Blair: Ich kann es absolut nicht erwarten. Ich träume schon das ganze Jahr davon.

Ihr neues Album heißt "Nowhere Generation". Wer ist in Ihren Augen die Nowhere Generation?

Blair: Ich glaube, die kurze Antwort wäre unsere Jugend. Sie bekommt immer die Welt in die Hand gedrückt, die ihre Vorväter verbockt haben, und dann wird ihnen gesagt: "Bring das in Ordnung." Es scheint, dass diese Generation es tatsächlich versucht und es der effektivste Weg ist, alles anders zu machen und mit der Tradition zu brechen.

Welche Botschaft möchten Sie mit Ihrem neuen Album vermitteln?

Blair: Das hat sich in letzter Zeit geändert, glaube ich. Jetzt geht es darum, die Musikbranche zu unterstützen. Aber ich denke, das übergeordnete Thema bei all unseren Werken ist dasselbe: Hinterfrage Autoritäten und tragen deinen Teil dazu bei, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Der amerikanische Traum spielt eine große Rolle auf Ihrem neuen Album. Inwiefern hat sich in diesem Zusammenhang in den vergangenen Jahren etwas in den USA verändert?

Blair: Das lässt sich nicht so pauschal beantworten. Der amerikanische Traum verändert sich jedes Jahr drastisch, insbesondere im vergangenen Jahr. Wir sollen frei sein, also glaube ich, dass es das Streben nach dem eigenen Glück ist, solange man dabei andere respektiert.

Sie nutzen Ihre Musik, um Themen anzusprechen, die Sie selbst beschäftigen. Was hat Sie in der vergangenen Zeit besonders wütend gemacht und wie sind Sie damit umgegangen?

Blair: Die Präsidentschaft von Donald Trump. Ich habe ihn nicht gewählt.

Als die Präsidentschaft von Donald Trump begann, haben Sie davon gesprochen, dass Ihre "Hoffnungen und Träume zerschmettert wurden". Wie geht es Ihnen nun mit Joe Biden?

Blair: Ich denke, dass er bisher einen großartigen Job macht, aber wir müssen den Politikern immer Feuer unterm Hintern machen. So weit, so gut.

2017 haben Sie in Interviews über die Spaltung der US-amerikanischen Bevölkerung gesprochen. In den Jahren unter Trump sind die Gräben noch einmal tiefer geworden, zuletzt durch den Sturm aufs Kapitol. Inwiefern erleben Sie die Spaltung der US-amerikanischen Bevölkerung selbst in Ihrem Alltag?

Blair: Ich lebe in Texas, daher ist sie sehr ausgeprägt. Es hat uns als Volk gespalten, aber ich denke, es ist am wichtigsten, weiterzuarbeiten und nach besseren Beziehungen zu streben.

Hat sich Ihrer Meinung nach unter Biden schon etwas zum Positiven verändert?

Blair: Die Hälfte unserer Bevölkerung ist geimpft und wieder bei der Arbeit. Also würde ich sagen, ja. Wenn Trump noch im Amt wäre, dann wären wir immer noch eingesperrt, das glaube ich fest. Biden hat auch die Umwelt zu einer Top-Priorität gemacht und ich bin gespannt, wie sich das auswirkt. Ich habe ein gutes Gefühl bei ihm.

Wie können die Menschen - nicht nur in den USA - es schaffen, wieder mehr aufeinander zuzugehen?

Blair: Geht auf Live-Konzerte! Zumindest wenn es in eurem Land sicher ist.

Sie kämpfen seit Jahren laut für soziale Gerechtigkeit. Gab es schon einmal einen Moment, an dem Sie aufgeben wollten?

Blair: Ja, aber das sind die Momente, in denen man durchhalten muss. Nichts, was sich lohnt, ist einfach.

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