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Paparazzi-Jagd: Viele wollen sie scheitern sehen - so wird Nadja Abd el Farrag verfolgt

"Ich werde hier nur beobachtet." Nadja Abd el Farrag wird von Paparazzi bis in ihr Zimmer verfolgt. Seitdem sie ihre Diagnose Leberzirrhose öffentlich gemacht hat, wollen viele Menschen sie scheitern sehen.

Nadja Abd el Farrag

Nadja Abd el Farrag gibt in dem Hotel, in dem sie in Hamburg wohnt, dem Sender RTL ein Interview.

Nadja Abd el Farrag lebt in einem kleinen Zimmer im Erdgeschoss eines Hamburger Hotels. Der befreundete Hotelier lässt sie dort kostenfrei wohnen, sonst wäre sie obdachlos. Ihre Unterkunft liegt in einem Hinterhof, daran angrenzend ist das Restaurant des Hauses. Diesen Umstand nutzen Paparazzi, um Abd el Farrag auszuspionieren.

"Es gibt ein bis zwei Paparazzi die Woche", sagte die 52-Jährige dem Fernsehsender RTL. Die würden nur das Restaurant besuchen, um von dort in den Hinterhof zu gelangen. "Die wissen genau, dass ich da mein Zimmer habe", sagte Abd el Farrag. Von dort würden die Promi-Fotografen versuchen, sie zu beobachten. "Die gucken: Trinkt sie jetzt was, trinkt sie jetzt nichts", beklagt die Ex-Freundin von Dieter Bohlen die Situation.

Nadja Abd el Farrag beschreibt ihren Absturz

In ihrer Biografie "Achterbahn", die vergangene Woche erschienen ist, schildert die gebürtige Hamburgerin ihren Abstieg. Im vergangenen Jahr machte sie ihre Diagnose Leberzirrhose öffentlich. Seitdem darf sie auf Anraten ihrer Ärzte keinen Alkohol mehr trinken. Doch wie sie selbst zugibt, hat sie sich daran nicht immer gehalten.

"Ich nahm den Rat des Arztes nur halbherzig an, reduzierte meinen Konsum auf ein bis zwei Gläschen Wein pro Woche und war überzeugt, dass bei diesen geringen Mengen keine Schädigung zu erwarten war. Aber anscheinend war selbst das noch zu viel für meine gestresste Leber, wie die neuesten Werte anzeigten", schreibt sie in ihrem Buch.

Die Lust, "Naddel" scheitern zu sehen

Inzwischen verzichte sie ganz auf Alkohol, sagte sie im Interview mit RTL. "Wenn ich ausgehe, werden die anderen immer lustiger und ich immer müder. Ich liege ja sonst um neun Uhr im Bett", beschreibt sie ihre neue Lebenssituation. "Ich vermisse den Alkohol nicht." Um auf eigenen Beinen zu stehen, möchte sie künftig als Immobilienmaklerin arbeiten.

Doch die Lust, Nadja Abd el Farrag scheitern zu sehen, ist groß. Viele Fotografen warten nur darauf, ein Foto "Naddels" mit einem Glas in der Hand zu bekommen, einen Rückschlag zu dokumentieren. "Ich werde hier nur beobachtet", sagt Abd el Farrag. Schadenfreude und Häme ausgesetzt zu sein, das ist ihr Schicksal geworden.

Nadja Abd El Farrag, genannt Naddel


mai