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Tod nach Brustoperation: Leiche von Sexy Cora wird obduziert

Nach der tödlichen Brustoperation von Pornosternchen Sexy Cora soll eine Obduktion nun Klarheit über die genaue Todesursache liefern.

Die Leiche der nach einer Schönheits-Operation gestorbenen Erotikdarstellerin Cora soll Anfang nächster Woche obduziert werden. Die genauen Todesumstände seien bislang unklar, sagte Wilhelm Möllers von der Hamburger Staatsanwaltschaft am Freitag. Die auch aus der Fernsehsendung "Big Brother" bekannte Darstellerin war am Donnerstag im Hamburger Universitätsklinikum gestorben. Die 23-Jährige hatte Berichten zufolge zuvor in der Hamburger Alster-Klinik bei ihrer sechsten Brust-OP einen Herzstillstand erlitten und lag tagelang im Koma.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Chirurgen und eine Anästhesistin wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Laut Möllers wird auch einem anonymen Hinweis nachgegangen, wonach die 23-Jährige Wachstumshormone genommen haben soll. Dazu sei bereits eine Blutuntersuchung veranlasst worden, deren Ergebnis aber erst in einigen Wochen vorliegen werde.

Die Alster-Klinik äußerte in einer am Freitag auf ihrer Internetseite verbreiteten Erklärung tiefe Bestürzung und Bedauern über den Tod der jungen Frau. Die Klinik werde die Ermittlungsbehörden bei der Aufklärung des Vorfalls "umfassend und vollständig" unterstützen. Nach derzeitigen Erkenntnissen könne ein Defekt des Narkosegerätes ausgeschlossen werden, hieß es in der Erklärung. Auch ein fehlerhaftes Verhalten der Ärzte sei bislang nicht bewiesen.

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC), Peter Vogt, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die "Tragödie" zeige einmal mehr, "dass Schönheitsoperationen auch chirurgische Eingriffe sind und immer ein Restrisiko besteht". Zu den wiederholten Brustvergrößerungen der 23-Jährigen sagte Vogt, sie sei offenbar "getrieben gewesen von einem bestimmten Schönheitsideal, das jenseits aller Norm liegt".

Nach Angaben des Berufsverbandes gehören Brustvergrößerungen in Deutschland nach Faltenunterspritzungen und Botoxbehandlungen zu den häufigsten Schönheitskorrekturen. Jedes Jahr lassen sich demnach schätzungsweise 20.000 bis zu 60.000 Frauen die Brust vergrößern. Genaue Zahlen gibt es nicht.

AFP / AFP