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The Blonde Salad, Dandy Diary und Co.: Diese fünf Modeblogs sollten Sie kennen

Fashion-Blogger sind zu einer eigenen Industrie geworden, die Großen unter ihnen verdienen mit Outfit-Posts Millionen. Der stern zeigt, welche fünf Modeblogs im Netz jetzt den Ton angeben.

Von Elisabeth Krainer

Zwischen dem "Outfit of the Day" (#ootd) und #fashionismypassion schlummert ein ordentlicher Haufen Geld. Modeblogger haben sich in den vergangenen Jahren dank dieser Erkenntnis zu einer eigenen Industrie-Sparte gemausert und thronen jetzt selbstbewusst auf ihren hart erkämpften Frontrow-Plätzen. Oft zum Leid der klassischen Moderedakteure.

Doch wer jetzt dort oben ist, muss hart arbeiten. Der große Boom an Fashion-Blogs scheint vorbei zu sein. Es reicht längst nicht mehr, Selfies in schicken Outfits und der perfekten Körperverrenkung zu posten. Blogger müssen Marken sein - anstatt sich einem Medium anzupassen, basteln sie ihr eigenes. Die Erfolgsformel? Ein Mix aus gesundem Narzissmus, Authentizität und gut getarnter PR. Die erfolgreichsten unter ihnen werden dann Models für weltweite Werbekampagnen, legen sich mit internationalen Konzernen an oder entwerfen eigene Modelinien. Sie bleiben relevant - Boom hin oder her. stern stellt fünf Fashion-Blogger vor, die man sich merken sollte.

Chiara verdiente im vergangenen Jahr 6 Millionen Dollar.

Chiara verdiente im vergangenen Jahr 6 Millionen Dollar.

1. "The Blonde Salad" - Die Mode-Millionärin

Die 27-jährige Chiara Ferragni ist die kommerzielle Vorzeigebloggerin. "The Blonde Salad" gründete sie als One-Man-Show im Jahr 2009, mittlerweile steht ein zehnköpfiges Team dahinter (die sogenannte "TBS-Crew", natürlich mit eigenem Instagram-Account). Aus den anfänglichen Outfit-Posts wurden internationale Kampagnen, Reisetagebücher und knapp 3,1 Millionen Instagram-Follower. Der Dalai Lama hat dagegen schlappe 83.000.

Es lohnt sich: Ferragni soll in diesem Jahr 6 Millionen US-Dollar verdient haben. Die Biografie der Jura-Studentin liest sich wie ein modernes Märchen, ohne auch nur einen Makel. Zusätzlich sieht die Italienerin aus wie ein Topmodel. Dass auch Ferragni mal klein anfing, zeigen heute nur noch alte Blog-Postings.

Leandra hat keine Angst davor, mit ihren Outfits Männer zu vergraulen.

Leandra hat keine Angst davor, mit ihren Outfits Männer zu vergraulen.

2. "The Man Repeller" - Ironie zum Anziehen

Leandra Medine ist sich für nichts zu schade. Auf ihrem Blog "Man Repeller" schreibt sie nicht bloß mit einer ordentlichen Portion Humor, sondern kleidet sich auch so. Dazu steht sie - der Titel ihres Blogs lautet nicht umsonst "Männer vergraulend". Die New Yorkerin schaffte es 2012 auf die Forbes-Liste "Top 30 under 30" und verdient laut "WWD.com" über eine Million US-Dollar pro Jahr. Medine ist eine gelungene Mischung aus Carrie Bradshaw und Bridget Jones: perfekt unperfekt. Das zeigt auch ihr neues Buch "Man Repeller - Seeking Love. Finding Overalls", in dem es nicht nur um Mode, sondern viel mehr um lustig-peinliche Anekdoten und Offenbarungen aus Medines Leben geht.

Hanneli führt ein Modelleben - und bloggt darüber.

Hanneli führt ein Modelleben - und bloggt darüber.

3. "Hanneli" - Skandinavisch schön

Den Norden sieht man ihr an: Hanneli Mustaparta ist der Inbegriff des skandinavischen Stils, ausdrucksstark und geradlinig. Das norwegische Model passt aber nicht ins engstirnige Bloggerklischee, ihre Karriere ist eine Kombination aus vielen verschiedenen Perspektiven.

Mustaparta verfolgt ihre ganz eigene Richtung und kommt damit gut an, egal ob als Streetstyle-Bloggerin, Fotografin oder Redakteurin. Das spiegelt auch ihr klarer und schnörkelloser Blog wider: erfrischend, echt und unkonventionell.

Aimee bloggt aus Kalifornien.

Aimee bloggt aus Kalifornien.

4. "Song of Style" - Die Alleskönner

Kalifornien, Wallemähne und Traumkörper: Aimee Song gründete 2009 ihren Blog "Song Of Style". Ursprünglich sollte es hier um Interior-Design gehen, das hat die Kalifornierin auch studiert. Als ihre Outfit-Posts aber viel mehr Aufmerksamkeit bekamen als alles andere, hat sie sich auf Mode konzentriert. Trotzdem ist ihr Blog kein reines Fashion-Medium: Leser finden ein bisschen Interior, ein bisschen Food, ein bisschen von allem. Das macht ihren Blog zum perfekten Lifestyle-Tagebuch und Aimee Song zur perfekten Allround-Marke.

Carl und David machen sich mit Skandalen made in Berlin einen Namen.

Carl und David machen sich mit Skandalen made in Berlin einen Namen.

5. "Dandy Diary" - Sex, Drugs & deutscher Rock'n'Roll

Wie stellt man sich einen deutschen Modeblog vor? Spießig, brav und unaufgeregt. Unaufgeregt sind David Kurt Karl Roth und Carl Jakob Haupt tatsächlich. Egal, ob sich die Berliner mit dem Weltkonzern H&M anlegen, einen Porno drehen und ihn als Modefilm verkaufen oder einen Flitzer über Dolce&Gabbanas Laufstege jagen - es sieht so aus, als wäre ihnen das alles völlig egal. Ihren Männer-Modeblog "Dandy Diary" gibt es seit 2010 und seither vergeht kein Jahr ohne einen neuen, meistens ziemlich dreckigen Skandal.

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