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Außergewöhnlich: Gewürze, Kriminalfälle, Aromen: Das sind Hamburgs skurrilste Museen

Es muss nicht immer Kunst sein. Auch Mordwaffen, Pfefferkörner und Geschmacksverstärker können ganze Ausstellungen füllen. Wer fernab von Statuen und Gemälden besondere Ausstellungen besuchen möchte, ist in diesen Museen genau richtig.

Von Thoya Urbach und Shahrzad Rahbari

Im Polizeimuseum Hamburg bekommen Besucher unter anderem die Säge des Serienmörders Fritz Honka zu sehen.  

Im Polizeimuseum Hamburg bekommen Besucher unter anderem die Säge des Serienmörders Fritz Honka zu sehen.  

Bild an Bild an Bild – das stellen sich wohl die meisten so vor, wenn sie an ein Museum  denken. Aber da geht noch mehr. Neben den bekannten Museen, Galerien und Ausstellungen finden sich in Hamburg etliche kleine Museen zu Nischenthemen. Darunter das Deutsche Zusatzstoffmuseum am Großmarkt, das Gewürzmuseum in der Speicherstadt und das Polizeimuseum in Winterhude. Das sind die skurrilsten Museen, in denen Bilder nicht die Hauptrolle spielen.

Fink

Ein Beitrag von FINK.HAMBURG, dem digitalen Stadtmagazin mit Nachrichten und Geschichten aus der Hansestadt, verfasst von Studierenden des Masterstudiengangs Digitale Kommunikation an der HAW Hamburg. 

Ein Museum für die Nase

Gewürzmuseum Hamburg

In Gewürzsäcken findet man neben Gewürzen allerlei Dinge aus den unterschiedlichsten Ländern

Schon einmal von Schokolade mit Curry-Geschmack oder gewürztem Fruchtsaft gehört, besser bekannt als Glühwein? Wer ausgefallene Gewürz-Kombinationen entdecken möchte, kann das im Spicy’s Gewürzmuseum in der Speicherstadt. Hier werden auf 350 Quadratmetern viele verschiedene Gewürze ausgestellt, die weite Wege hinter sich haben. Ihr wolltet schon immer mal wissen, wie die Safran-Blume verarbeitet wird? Oder aus welchem Land die Vanille kommt? Auch darauf gibt es Antworten.

Auch Skurrilitäten finden sich: Teile eines Kiefers etwa oder tote Reptilien. Sie sind aus Versehen in den Gewürzsäcken gelandet. Im Museum werden solche Funde gesammelt – und das bis heute.

Einmal selbst Polizist sein

Im Polizeimuseum Hamburg bekommen Besucher unter anderem die Säge des Serienmörders Fritz Honka zu sehen.  

Im Polizeimuseum Hamburg bekommen Besucher unter anderem die Säge des Serienmörders Fritz Honka zu sehen.  

Ihr wolltet schon immer mal in den Alltag eines Polizisten reinschnuppern? Oder in einem Mordfall ermitteln? Im Polizeimuseum in Winterhude dürft ihr auch in einen Notruf reinhören, in einem Simulator einen Streifenwagen fahren und sogar einen Helikopter lenken.

Bei einer Ausstellung über verschiedene Kriminaltechniken können Besucher interaktiv einen Blick hinter die Kulissen der Polizeiarbeit werfen, Spurensicherung inklusive. Weiter oben im Dachgeschoss befinden sich in einem dunkel gehaltenen Raum die acht spektakulärsten Kriminalfälle Hamburgs. Spannender wird alles durch die Original-Exponate und -Aufnahmen.

Was steckt in unserem Essen?

Museen Hamburg Zsuatzstoffmuseum

Der im Zusatzstoffmuseum integrierte Supermarkt zeigt die Inhaltsstoffe verschiedenster Lebensmittel an

Welcher Farbstoff macht die Margarine gelb? Und warum sollte man sich nicht direkt nach dem Gummibärchenessen die Zähne putzen? Im Deutschen Zusatzstoffmuseum werden diese und andere Fragen rund um Zusätze, Aromen und Geschmacksverstärker spielerisch und interaktiv beantwortet. Am Hamburger Großmarkt unweit des Hafens befindet sich das kleine Museum. Es wirbt mit dem Slogan "Zusatzstoffe gehören ins Museum. Nicht ins Essen".

Im hauseigenen Supermarkt können Lebensmittel selbst gescannt und auf Zusatzstoffe überprüft werden. Auch über die Geschichte von Lebensmitteln und Risiken von Zusatzstoffen informiert das Museum. Dabei wird das Anliegen der Betreiber schnell klar: Die Menschen sollen wissen, was in ihrem Essen steckt.

fk

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